
Unsere Dossiers werden aus Artikeln des Wirtschaftsdienst zu einem aktuellen wirtschaftspolitischen Thema zurückgehend bis 2000 zusammengestellt. So lassen sich interessante und oft spannende Entwicklungen und Debatten verfolgen.
93. Jahrgang, Heft 3, März 2013
Das Problem der Altersarmut ist in Deutschland in jüngster Zeit in den sozialpolitischen Fokus gerückt. In starkem Kontrast zu bislang vorliegenden empirischen Arbeiten behauptet ein aktuell veröffentlichtes Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium, dass sich das Problem der Altersarmut in Deutschland auch künftig nicht stelle. Dagegen spricht, dass Invalidität, Langzeitarbeitslosigkeit und anhaltender Niedrigverdienst zunehmende Risiken darstellen. Die Autoren warnen daher vor einer Verharmlosung und plädieren stattdessen für weitere seriöse und transparente Forschung auf diesem Gebiet.
92. Jahrgang, Heft 7, Juli 2012
In der „Eurokrise” hat die Bundesrepublik über den befristeten Euro-Rettungsschirm und den permanenten Europäischen Stabilitätsmechanismus Finanzgarantien übernommen, die die jährliche Höhe des Bundeshaushalts überschreiten. Fiskalpakt und europäische Bankenaufsicht weisen auf eine „europäische Wirtschaftsregierung” als Gegenstück zur Währungsunion hin.
92. Jahrgang, Heft 6, Juni 2012
Vorschläge, wie man Griechenland helfen kann, reichen vom von der Mehrheit der Deutschen bevorzugten Austritt aus der Eurozone bis hin zur von der Mehrheit der Griechen bevorzugten Aufgabe der Sparziele. Die neueste Idee, lanciert vom ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank Thomas Mayer, ist die Einführung einer Parallelwährung in Griechenland. Der sogenannte Geuro, so Mayer, gebe der griechischen Regierung die Möglichkeit, weiter Ausgaben zu tätigen, ohne auf Kredite aus dem Euroraum angewiesen zu sein, und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherzustellen. Leider ist diese Idee nicht so erfolgversprechend, wie viele Kommentatoren glauben.
92. Jahrgang, Heft 5, Mai 2012
Am 25.4. wurde die Demografiestrategie der Bundesregierung vorgestellt. Von einer Strategie erwartet man, dass die Leitlinien zukünftigen politischen Handels aufgezeigt werden. Konkrete Maßnahmen werden später eingebettet, beschlossen und durchgeführt. Diese Erwartung wird bei der Demografiestrategie enttäuscht, da kein "roter Strategiefaden", sondern ein Sammelsurium von oft sinnvollen Einzelmaßnahmen, Aktionsplänen, kleinsten Initiativen und Willensbekundungen präsentiert wird.
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