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Koordiniertes Vorgehen statt Währungskrieg

Pressemitteilung

17.2.2011

Die chinesische Währungspolitik wird weltweit kritisiert. Die Dollarbindung des Yuan ist jedoch der zentrale Anker für die stabile Wirtschaftsentwicklung in der ostasiatischen Region. Davon profitiert der globale Handel und damit auch insbesondere Deutschland. "Ein wesentlicher Faktor für die rasche konjunkturelle Erholung war die robuste Nachfrage aus Ostasien, insbesondere aus China, das durch sein nachhaltig hohes Wachstum zur Kernzone der Weltkonjunkturdynamik herangewachsen ist", erläutert Prof. Dr. Gunther Schnabl von der Universität Leipzig in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

Allerdings wächst die Sorge, dass die Yuan-Dollar-Bindung zu globalen Leistungsbilanzungleichgewichten, Vermögenspreisblasen und Überinvestitionen führt. Da könne nur ein koordiniertes Vorgehen Abhilfe schaffen. "Die USA heben die Zinsen schrittweise an, während China sich zur Rückführung der Sterilisierung und dem Abbau der gelenkten Kapitalallokation verpflichtet", fordert Schnabl. Damit bliebe zwar der nominale Festkurs zwischen Dollar und Yuan bestehen. Aber spekulative Kapitalflüsse könnten vermieden werden. Und "beide Volkswirtschaften könnten zu einem markbasierten Gleichgewicht finden, das nachhaltiges globales Wachstum sicherstellt", schließt Schnabl.

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