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Buchvorstellung mit Joseph Vogl und Bertram Schefold

Nachbericht

Das Buch über „Das Gespenst des Kapitals" ist ein Bestseller, entsprechend fanden sich viele interessierte Zuhörer zu dem Gespräch zwischen Joseph Vogl und Bertram Schefold im Tagungsraum der ZBW ein.

Das Interessen an der Veranstaltung war groß: der Tagungsraum 519 war bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

Professor Schefold gab in einem kurzen Eingangsreferat einen Überblick über Einzelaspekte des Buches. Dabei ging er vor allem auf Grundfragen des Ökonomischen ein, die schon Aristoteles in seiner staatspolitischen Schrift „Politik" bewegt hatten: Was ist von der „Gewinnsucht" zu halten? Unterminiert eine Geldwirtschaft die Naturordnung?

Bertram Schefold über "Das Gespenst des Kapitals"

Bertram Schefold über "Das Gespenst des Kapitals"

 

Vogl sieht das zusammenfassend so: „In der schrankenlosen Fortzeugung des Geldes und seiner Sprösslinge hat sich eine gespenstische Verdoppelung oder Travestie der Naturordnung eingerichtet, es wurde eine erratische Bewegung freigesetzt, welche die innere Dynamik im Wachstum und im Erhalt des politischen Wesens pervertiert." Die Problematik wurde offenbar schon in der Antike erkannt. Seitdem hat sich die Finanzökonomie rasant fortentwickelt.

Joseph Vogl im Gespräch über "Das Gespenst des Kapitals"

Joseph Vogl im Gespräch über "Das Gespenst des Kapitals"

 

Joseph Vogl sieht den Auslöser für die Übertreibungen, die sich letztlich immer wieder in Krisen entluden, zuletzt in der Abkehr vom Golddollarstandard 1971. Dies war seiner Ansicht nach der erste Schritt für die allmähliche Befreiung der Finanzmärkte von allen Fesseln.

Brigitte Preissl eröffnet die Diskussion

 

Nach dem Podiumsgespräch eröffnete Moderatorin Dr. Brigitte Preissl die Fragerunde mit dem Publikum. Hier ging es insbesondere um die aktuelle Finanzkrise. Auf die Frage, wie diese denn enden wird, konnte Vogl nur antworten: „Nicht gut. Die Geschichte lehrt, dass auf jeden Aufstieg auch ein Niedergang folgt."

Gesprächsrunde mit Bertram Schefold, Brigitte Preissl und Joseph Vogl

Das Interesse an der Veranstaltung mit Bertram Schefold und Joseph Vogl war groß.

Anschließend wurde im Vorraum bei Wasser, Wein und Häppchen noch lebhaft weiter diskutiert.

Ein Kommentar zur Buchvorstellung findet sich im Blog von Prof. Dr. Ulrich Fritsche.


Eine Leseprobe von "Das Gespenst des Kapitals" finden Sie hier.

Das Buch "Das Gespenst des Kapitals" wurde 2010 im diaphanes Verlag veröffentlicht.

Weitere Literatur von Joseph Vogl finden Sie bei ECONIS, dem Online-Katalog der ZBW. Dort finden Sie auch einige Veröffentlichungen von Bertram Schefold.

 

 

Über Joseph Vogl

Prof. Dr. Joseph Vogl lehrt Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin.


Über Bertram Schefold

Prof. Dr. Bertram Schefold lehrt Wirtschaftstheorie an der Universität Frankfurt/Main.

 

Buchinhalt

Erstes Kapitel: Der schwarze Schwan
Zweites Kapitel: Idylle des Markts I
Drittes Kapitel: Zeit des Kapitals
Viertes Kapitel: Idylle des Markts II
Fünftes Kapitel: Ökonomische und soziale Reproduktion
Sechstes Kapitel: Überraschungsraum

 

 

Zur Lesereihe des Wirtschaftsdienst

Zu der Lesereihe lädt der Wirtschaftsdienst alle zwei Monate Autoren - vor allem aus dem Bereich Wirtschaftspolitik - ein. Die Verfasser stellen dabei aktuelle Bücher zu wirtschaftswissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen vor. Ziel der Lesereihe ist es, den Autoren einen direkten Kontakt zu ihren Lesern zu vermitteln und ihre Bücher mit den Lesern des Wirtschaftsdienst, Besuchern der ZBW und anderen wirtschaftspolitisch Interessierten zu diskutieren. Die Buchvorstellungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Büchertisch von Boysen + Mauke

 


Bisherige Gäste der Lesereihe des Wirtschaftsdienst

  • Dezember 2011: Prof. Dr. Werner Plumpe, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe Universität in Frankfurt am Main, stellt "Wirtschaftskrisen - Geschichte und Gegenwart" vor.
  • Juni 2011: Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, stellt "Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus" vor.
  • Februar 2011: Prof. Dr. Arne Heise, Professor für Finanzwissenschaft am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg, und Prof. Dr. Jürgen Kromphardt, emeritierter Professor für Wirtschaftstheorie an der TU Berlin und Vorsitzender der Keynes-Gesellschaft, stellen den Sammelband "Methodenpluralismus in den Wirtschaftswissenschaften" vor.
  • Januar 2011: Prof. Dr. Udo Reifner, Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen e. V., stellt sein "Die Geldgesellschaft - Aus der Finanzkrise lernen" vor.
  • Dezember 2010: Prof. Dr. Kai A. Konrad, Direktor am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, präsentiert sein gemeinsamt mit Holger Zschäpitz verfasstes Buch "Schulden ohne Sühne - Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft".
  • Oktober 2010: Prof. Dr. Max Otte, Leiter des Instituts für Vermögensaufbaus in Köln, stellt "Der Informationscrash - Wie wir systematisch für dumm verkauft werden" vor.
  • September 2010: Prof. Dr. Martin Junkernheinrich, Inhaber des Lehrstuhls für Stadt-, Regional- und Umweltökonomie an der Technischen Universität Kaiserslautern, stellt seinen Beitrag "Kommunalfinanzen - Krisenreaktionen im Ländervergleich" aus dem Jahrbuch für Öffentliche Finanzen 2010 vor.
  • Juli 2010: Dr. Daniel Gros, Direktor des Centre for European Policy Studies (CEPS), und Dr. Sonja Sagmeister, Mitarbeiterin der ORF-Wirtschaftsredaktion, lesen aus "Nachkrisenzeit - Wie die erfolgreichste Denkfabrik Europas unsere Welt für die nächste Generation sieht".
  • Mai 2010: Prof. Dr. Thomas Eger, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Recht und Ökonomik an der Universität Hamburg, liest aus "Europäische Integration - Wirtschaft und Recht, Geschichte und Politik".
  • März 2010: Prof. Dr. Wolfgang Michalski, Hamburg Ambassador, liest aus "Hamburg - Erfolge und Erfahrungen in der globalisierten Welt".
  • Januar 2010: Prof. Dr. Sebastian Dullien, Professor für International Economics an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, liest aus „Der gute Kapitalismus ... und was sich dafür nach der Krise ändern müsste".
  • Oktober 2009: Dr. Ulrich Thielemann, Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen, liest aus „System Error - Warum der freie Markt zur Unfreiheit führt".
  • Juni 2009: Ulrich Schäfer, Ressortleiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, liest aus „Der Crash des Kapitalismus".
  • April 2009: Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin des DIW, liest aus „Die andere Klimazukunft - Innovation statt Depression".
  • Februar 2009: Prof. Dr. Birger P. Priddat, Lehrstuhlinhaber für Politische Ökonomie der Privat-Universität Witten-Herdecke, liest aus „Karl Marx. Kommunismus als Kapitalismus 2ter Ordnung".
  • Dezember 2008: Prof. Dr. Heiner Flassbeck, zurzeit bei der UNCTAD, ehem. Staatssekretär unter Oskar Lafontaine, und Friederike Spiecker, freie Wirtschaftspublizistin, lesen aus „Das Ende der Massenarbeitslosigkeit".
  • Oktober 2008: Uwe Jean Heuser, Leiter des Wirtschaftsressorts der Wochenzeitung Die Zeit, liest aus „Humanomics. Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft".
  • Mai 2008: Olaf Storbeck, Wirtschaftsredakteur des Handelsblatt, liest aus „Ökonomie 2.0. 99 überraschende Erkenntnisse".

 

Weitere Informationen

Dienstag, 24. Januar 2012, 18.00 Uhr

ZBW
Raum 519
Neuer Jungfernstieg 21
Hamburg

Eintritt: Eintritt frei

Downloads zur Veranstaltung

Claudia Sittner hilft Ihnen gerne weiter!

Telefon: +49-40-42834-332
E-Mail



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