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Panelsitzung bei der Jahrestagung des VfS: Wettbewerb wirtschaftspolitischer Modelle

Wettbewerb führt bekanntlich zu positiven Wohlfahrtseffekten. Dies gilt insbesondere für Güter- und Dienstleistungsmärkte. Ein solcher Effekt lässt sich aber auch auf die Wirtschaftspolitik übertragen. Im Laufe der historischen Entwicklung haben die Volkswirtschaften die Bedingungen, unter denen gewirtschaftet wird, unterschiedlich gestaltet. Es ergaben sich Wirtschaftsstile, die die Prinzipien der Wirtschaftsordnung mit jeweils unterschiedlichen Gestaltungen von juristischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Systemen kombinieren.  

Hieraus sind wiederum wirtschaftspolitische Ansätze entstanden, die ihre eigene Ausprägung entwickelt haben und die miteinander konkurrieren. Aus dieser Vielfalt heraus können Innovationen in der Governance von Volkswirtschaften und Staaten entstehen. Abgesehen von der schwierigen Frage der Übertragbarkeit von Good-Practice-Lösungen auf andere Länder ergeben sich aus dem Wettbewerb Lerneffekte und Anreize zu Kreativität. Wettbewerb in der Wirtschaftspolitik könnte jedoch innerhalb der Europäischen Union durch die Tendenz, Regeln zu vereinheitlichen und Automatismen in die Wirtschaftspolitik einzuführen, um Wettbewerb im Binnenmarkt durchzusetzen, eingeschränkt werden. Hier besteht die Gefahr, dass die Vielfalt der Wirtschaftsstile und der wirtschaftspolitischen Ansätze verloren geht.

Während die Umsetzung von einheitlichen Wettbewerbsregeln die Integration von Märkten fördert, könnte sie also den Wettbewerb in der Wirtschaftspolitik beeinträchtigen.

 

Folgende Fragen werden bei dem Panel diskutiert:

  1. Dient ein Wettbewerb der wirtschaftspolitischen Modelle der Problemlösungsfähigkeit auf Wettbewerbsmärkten?
  2. Werden Bereiche wie Kultur, Gesundheit, Umwelt oder Bildung dem ökonomischen Wettbewerb untergeordnet?
  3. Gibt es Beispiele dafür, dass einzelne wirtschaftspolitische Maßnahmen aus ihrem Kontext herausgenommen und auf andere Länder übertragen werden?
  4. Wo ist es sinnvoll, Regeln zu harmonisieren, und wo nicht?
  5. Ist ein radikales Wettbewerbsprinzip auf Güter- und Dienstleistungsmärkten kompatibel mit einer Vielfalt von Wirtschaftspolitiken und von Gesellschaftsmodellen?

 

Die Teilnehmer des Wirtschaftsdienst-Panels sind:

Alexander Ebner, Goethe-Universität Frankfurt

Gebhard Kirchgässner, Universität St. Gallen

Bertram Schefold, Goethe-Universität Frankfurt

Theresia Theurl, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

 

Brigitte Preissl, Chefredakteurin des Wirtschaftsdienst und Leiterin des Bereichs Wissenstransfer Wirtschaftswissenschaften in der ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, wird das Panel moderieren.

 

Das Wirtschaftsdienst-Panel findet am Donnerstag, den 5.9.2013 von 15:30 bis 17:00 Uhr im Rahmen der offenen Tagung, Block B, im Gebäude 25, Raum HS 5F statt.

Das Programmheft der diesjährigen VfS-Tagung finden Sie am Ende dieser Seite als Pdf-Download oder hier.

 

Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung auf der Wirtschaftsdienst-Website nicht die offizielle (kostenpflichtige) Anmeldung beim VfS ersetzt. Die Anmeldung hier dient lediglich dazu, Sie über die Wirtschaftsdienst-Panelsitzung auf dem Laufenden zu halten. Die Konditionen zur Anmeldung für die Jahrestagung 2013 in Düsseldorf finden Sie hier.

 

Weitere Informationen

Donnerstag, 5. September 2013, 15.30 Uhr

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Raum: Geb. 25, HS 5F
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

Eintritt: Anmeldung über http://www.vfs.hhu.de/anmeldung.html

Downloads zur Veranstaltung

Claudia Sittner hilft Ihnen gerne weiter!

Telefon: +49-40-42834-332
E-Mail



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