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Regionale Konvergenz: Der ländliche Raum schlägt sich gut

14.06.2018

Trotz eines starken Urbanisierungstrends der Bevölkerung hat seit dem Jahr 2000 eine spürbare Konvergenz zwischen städtischen und ländlichen Regionen in Deutschland stattgefunden. Das liegt daran, dass die räumliche Konzentration der Bevölkerung durch die Wanderung in die Städte bislang aber nicht von einer vergleichbaren Zentralisierung der Wirtschaftsaktivität begleitet wurde, erläutert Klaus-Heiner Röhl vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. Der ländliche Raum konnte seinen Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) vielmehr konstant halten, sodass sein Rückstand je Einwohner gegenüber den Wirtschaftszentren schrumpft.

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Ein intelligentes städtisches Verkehrssystem

16.05.2018

Nicht zuletzt mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig Ende Februar 2018 zu Diesel-Fahrverboten hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Luftverschmutzung in Städten gerichtet. Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Zeitgesprächs diskutieren mögliche Alternativen, um die negativen Folgen der Verkehrsexpansion zu mindern. Eine Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Ausbau des Radverkehrs und eine bessere Vernetzung der Verkehrsmittel bieten sich an.

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Weltmärkte im Wandel – Nutzt Europa seine Chancen?

02.05.2018

Am 5. Dezember 2017 hat der Wirtschaftsdienst gemeinsam mit dem ifo Institut seine Jahreskonferenz in Berlin durchgeführt. Dazu ist jetzt das Sonderheft erschienen, dessen Beiträge alle frei zur Verfügung stehen.

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Musterfeststellungsklage könnte deutsche Käufer von Diesel-Pkw entschädigen

16.04.2018

Die Installation von Manipulationssoftware in Diesel-Pkw von Volkswagen führt in den USA und in Deutschland zu unterschiedlichen Konsequenzen. Die deutschen Käufer werden weniger oder gar nicht entschädigt, weil weder die staatliche Regulierung noch die privatrechtliche Haftung wirksam gegriffen haben. Jetzt besteht die Gefahr, dass ihre Ansprüche zum Jahresende verjähren. "In Ermangelung eines wirksamen Instruments zur Bündelung gleichgelagerter Interessen haben etwa 7000 Betroffene individuell VW verklagt. Hinzu kommen fast 40 000 Kläger, die über das Unternehmen myRight klagen, dessen Geschäftsmodell eine privatautonom gestaltete Sammelklage für Konsumenten ist", fassen Hans-Bernd Schäfer und Ben Fuhrmann in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst zusammen.

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Die deutsche Bildungsmisere und der Bundesstaat

14.03.2018

Deutschland leidet schon lange an einer Bildungsmisere. Das zeigen internationale Vergleichsdaten der OECD oder die PISA-Ergebnisse deutlich. "Ein Zusammenhang von Ausgaben und Ergebnissen ist schwerlich von der Hand zu weisen", betont Wolfgang Renzsch in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. In Deutschland tragen die Länder mit 71 % (2014) den Löwenanteil an den öffentlichen Gesamtausgaben für Bildung und Forschung – gemeinsam mit den Gemeinden sind es sogar 93 %. Auf den Bund entfallen lediglich 7 %.

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Forderungen nach flexibler Arbeitszeit

14.02.2018

Das Ergebnis der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie sieht weitere Flexibilisierungen der Arbeitszeit vor. Die Arbeitgeberseite kann für sich verbuchen, mehr Beschäftigte mit 40-Stunden-Verträgen einstellen zu können, und die Arbeitnehmerseite hat erreicht, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit für maximal 24 Monate auf bis zu 28 Wochenstunden reduzieren dürfen. Olaf Hübler erläutert in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, inwiefern eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten in den letzten Jahren bereits stattgefunden hat und weitere Schritte in diese Richtung daher nicht dringend geboten gewesen wären.

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Die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission

10.01.2018

Ende 2017 hat die EU-Kommission umfangreiche Vorschläge für die Weiterentwicklung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) vorgelegt. Ihnen zufolge sollen zukünftig der Posten eines Europäischen Finanzministers, mehrere Euro-Budgetlinien im EU-Haushalt und ein Europäischer Währungsfonds (EWF) geschaffen werden. Michael Hüther und Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln werfen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst einen kritischen Blick auf die Reformvorschläge.

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Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss

14.12.2017

"Leistungsbilanzungleichgewichte sind längst kein rein deutsches, sondern vielmehr ein globales Phänomen", stellen Bastian Alm und Sebastian Weins (derzeit Gastwissenschaftler an der University of California, Berkeley) im aktuellen Wirtschaftsdienst fest. Daher fordern sie mit Blick auf die WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires, dass die WTO globalen Leistungsbilanzungleichgewichten mehr Beachtung schenken und entsprechende Politikmaßnahmen vorantreiben sollte.

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Besteuerung der Gewinne von Google und Co.

14.11.2017

Im September 2017 hat sich erneut eine Debatte darüber entfacht, dass profitable Unternehmen der digitalen Wirtschaft wie Google, Facebook und Amazon in der Europäischen Union Geschäfte betreiben, aber kaum Steuern entrichten. Die Finanzminister Frankreichs, Italiens, Spaniens und Deutschlands haben nun eine Ausgleichsteuer auf Internetunternehmen vorgeschlagen. Ansatzpunkt für die Besteuerung soll der Umsatz des Unternehmens im jeweiligen Staat sein. Johannes Becker und Joachim Englisch von der Universität Münster analysieren diesen Vorschlag in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Digitalisierung im Gesundheitswesen

13.10.2017

Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den am wenigsten digitalisierten Branchen in Deutschland, aber auch hier nimmt die Digitalisierung an Fahrt auf. Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Zeitgesprächs im Wirtschaftsdienst sehen Chancen vor allem in einer besseren Vernetzung im Gesundheitssystem, aber auch darin, in unterversorgten Bereichen Routinebehandlungen elektronisch zu unterstützen. Die größten Probleme liegen beim Schutz der Patientendaten.

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Der deutsche Sportwettenmarkt: neue Ordnung, neues Glück?

14.09.2017

Der deutsche Sportwettenmarkt zeichnet sich durch eine relativ strenge Regulierung aus, die in der Praxis nicht unbedingt so gehandhabt wird, erläutern Luca Rebeggiani und Markus Breuer in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. "Faktisch liegt ein Versagen der bisherigen staatlichen Regulierung vor, die sich durch fragwürdige Marktzugangsbeschränkungen für private Anbieter bei gleichzeitiger Koexistenz legaler, 'halblegaler' und illegaler Anbieter zusammenfassen lässt." Der graue und schwarze Markt für Sportwetten nehmen 2015 mit 55% bzw. 41% einen überraschend großen Anteil ein. Da auf diesem Markt der Jugend- und Spielerschutz fehlt, resultieren daraus beträchtliche soziale Kosten.

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