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Antizyklischer Kapitalpuffer aktiviert – zu spät, zu wenig und dennoch richtig

13.11.2019

In Deutschland wurde im Mai 2019 erstmals der antizyklische Eigenkapitalpuffer für Banken aktiviert. Dieses makroprudenzielle Instrument der Bankenaufsicht kann EU-weit eingesetzt werden und damit die Mindestanforderungen steigern. Die Eigenkapitalanforderungen wurden allerdings nur um den Mindestschritt von 0,25 Prozentpunkten erhöht. "Da die allermeisten Kreditinstitute mit ihrem Kapital deutlich über den Mindestanforderungen liegen, ist davon auszugehen, dass sie gar nicht oder nur marginal reagieren müssen", erläutern Horst Gischer, Bernhard Herz und Lukas Menkhoff in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Rettung für das europäische Zertifikatesystem

17.10.2019

Die Europäische Kommission hat sich das Ziel, eines klimaneutralen Europas bis 2050, gesetzt. Dies zu erreichen, bedarf einer effizienten Umsetzung. Ein Ansatzpunkt ist das europäische Zertifikatesystem (EU-ETS). "Ausgeschlossen ist jedoch, dass mit diesem Ansatz das umweltpolitische Ziel der CO2-Neutralität 2050 erreicht und gehalten werden kann", betont Frank P. Maier-Rigaud in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. Das bestehende System verfüge mit der Carbon-Leakage-Liste über viele Ausnahmen für große Industrieunternehmen. Zudem sei der Handel mit den Emissionsrechten ein unnötig komplexes System, das mit einer Ausdehnung auf den Transportsektor und die privaten Haushalte an seine Grenzen stoße.

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Wohnen in der Stadt: Wege zur Lösung eines Knappheitsproblems

12.09.2019

Die Lage am Wohnungsmarkt in Großstädten spitzt sich zu, sodass zunehmend Maßnahmen gefordert sind, um das Angebot an bezahlbarem Wohnraum auszuweiten. Ralph Henger, Claus Michelsen, Carsten Kühl, Carolin Wandzik und Lukas Tockner analysieren die Lage und diskutieren Wege zur Lösung des Knappheitsproblems im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst.

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Garantiesicherung – zweifelhafte Vision zur Überwindung von Hartz IV

14.08.2019

Hartz IV könnte einem Vorschlag der Grünen zufolge durch ein garantiertes Einkommen ersetzt werden. Diese sogenannte Garantiesicherung soll dabei höher als das derzeitige Arbeitslosengeld II ausfallen, nach Einkommen, Vermögen und Bedarf gewährt werden, wäre ansonsten aber bedingungslos und nicht sanktionierbar. Georg Cremer (ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes) analysiert diesen Vorschlag in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Hybride Erwerbsformen: Geschlechter- und branchenspezifische Unterschiede

16.07.2019

Immer häufiger treten auf dem Arbeitsmarkt hybride Erwerbsformen auf, d. h. Arbeitnehmer sind gleichzeitig abhängig beschäftigt und selbstständig. Gründe für die Hybridisierung können auf den Wunsch nach zeitlicher Flexibilität oder auf die Perspektive am Arbeitsmarkt zurückgeführt werden. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland knapp 850 000 Hybrid-Erwerbstätige. Dies entspricht einem Anteil von 2,1 % der arbeitenden Bevölkerung, erläutert Julia Gruber vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Nach der Europawahl 2019: mehr Europa oder weniger?

19.06.2019

Bemerkenswert bei der Wahl zum Europäischen Parlament Ende Mai 2019 waren insbesondere eine gestiegene Wahlbeteiligung, die Verluste der großen Volksparteien sowie das Ausbleiben des befürchteten Rechtsrucks durch europaskeptische und populistische Parteien. Gabriel Felbermayr, Nicolai von Ondarza, Daniel Gros, Andrew Watt und Mario Pianta analysieren im Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst die Wahlergebnisse und geben einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen für die EU.

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Tempolimits und Grenzwerte: für eine evidenzbasierte verkehrspolitische Debatte

15.05.2019

In der Diskussion um städtische Luftverschmutzung und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen besteht ein Mangel an evidenzbasierten Argumenten, was die Debatte immer wieder blockiert. Wolfgang Habla, Vera Huwe und Martin Kesternich vom ZEW in Mannheim betonen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, dass bei der Beurteilung von Grenzwerten bzw. angedachten Maßnahmen wie Tempolimits kausale Wirkungszusammenhänge differenziert betrachtet und kommuniziert werden sollten.

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Ökonomie der Zeit: Does Time Matter?

16.04.2019

Im März hat der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 gestimmt. Martin T. Braml vom ifo Institut und Gabriel Felbermayr vom IfW Kiel untersuchen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, ob es eine optimale Zeitzone für ein Land gibt und ob ein "Zeitzonenflickenteppich" tatsächlich mit hohen ökonomischen Kosten einhergeht. Dabei kommen sie zu dem Schluss, dass es sich bei der Zeitmessung um ein rein nominales Konstrukt handelt: beispielsweise könnte die japanische Zeit auf der Basis einer reinen Umrechnung (alles +8 Stunden) eingeführt werden.

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Instrumente der Klimapolitik: effiziente Steuerung oder verfehlte Staatseingriffe?

18.03.2019

Deutschland wird seine klimapolitischen Ziele für 2020 verfehlen. Jetzt muss entschieden gehandelt werden, um die Treibhausgasemissionen in den folgenden Jahrzehnten drastisch zu senken. Hubertus Bardt, Thilo Schaefer, Manuel Frondel, Stefan Thomas, Manfred Fischedick, Marc Oliver Bettzüge und Oliver Hennesdiskutieren im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst, wie eine effiziente Steuerung der Klimapolitik gelingen kann.

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Industriepolitische Maßnahmen auf dem Prüfstand

13.02.2019

Das Für und Wider industriepolitischer Maßnahmen steht wieder verstärkt auf der politischen Agenda. Ob Industriepolitik eine Antwort auf große wirtschaftspolitische Herausforderungen wie Digitalisierung, Energiewende und Globalisierung sein kann, diskutieren Hubertus Bardt, Christoph M. Schmidt, Peter Bofinger, Heike Belitz, Martin Gornig und Karl Aiginger in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Verzehrt Deutschland seinen staatlichen Kapitalstock?

15.01.2019

Fehlende Investitionen in die öffentliche Infrastruktur werden in der öffentlichen Debatte häufig kritisiert. Dabei wird teils darauf hingewiesen, dass Deutschland seinen staatlichen Kapitalstock verzehre. Auf Basis einer Analyse des realen Bruttoanlagevermögens lässt sich dies allerdings nicht so pauschal zeigen, argumentieren Michael Grömling, Michael Hüther und Markos Jungvom Institut der deutschen Wirtschaft in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. In den letzten Jahren gab es zwar schwächere Zuwächse des Kapitalstocks, aber keine Rückgänge. Auch dem stagnierenden Kapitalstock der Kommunen, auf die 55 % des staatlichen Anlagevermögens entfallen, stünden durchgehende Anstiege beim Kapitalstock von Bund und Ländern gegenüber.

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Eine vermessene Gesellschaft braucht Transparenz

19.12.2018

Ende Oktober 2018 hat der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen das Gutachten "Verbrauchergerechtes Scoring" vorgelegt. Es geht dabei um die Praxis, immer mehr Aspekte des Verhaltens der Bürger durch "Scores" vorherzusagen oder zu steuern. In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst analysieren Gerd Gigerenzer, Felix G. Rebitschek und Gert G. Wagner die Folgen dieser Entwicklung und leiten daraus fünf Forderungen für den Umgang mit Scoring ab.

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Tarifpartnerschaft – ein altes, aber gefährdetes Bündnis?

14.11.2018

Vor 100 Jahren, im November 1918, wurde das Stinnes-Legien-Abkommen zwischen verschiedenen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften abgeschlossen. Dabei ging es um Tarifautonomie und Kollektivvereinbarungen sowie die Einführung des Achtstundentags und von Betriebsräten. Das Abkommen scheiterte zwar kurz darauf wieder, diente aber als Vorlage für die gesetzliche Regelung der Tarifvertragsbeziehungen in der Bundesrepublik. Im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst diskutieren Wolfgang Schroeder, Antonin Finkelnburg, Hagen Lesch, Thorsten Schulten und Lothar Funk die Zukunftsfähigkeit der Tarifpartnerschaft in Deutschland vor diesem Hintergrund.

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Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns

15.10.2018

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2015 eingeführt. Im Voraus wurden vor allem mögliche negative Beschäftigungseffekte der Einführung diskutiert. Jan Zilius (Mindestlohnkommission) und Oliver Bruttel (Geschäfts- und Informationsstelle für den Mindestlohn) ziehen auf Basis der inzwischen verfügbaren Daten und einer Vielzahl von Forschungsergebnissen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst Bilanz und zeigen, dass auch andere Anpassungskanäle eine wichtige Rolle spielen.

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Abwertung beitragsfreier Zeiten in der Rentenversicherung

13.09.2018

Leistungskürzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung führen dazu, dass gegenwärtig tatsächlich geringere Renten ausgezahlt werden. Tim Köhler-Rama von der Hochschule des Bundes zeigt dies in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, indem er die Versicherungsbiografie seines Vaters dem fiktiven identischen Versicherungsverlauf des 28 Jahre später geborenen Sohnes gegenüberstellt. Dabei stellte sich heraus: In den letzten 30 Jahren wurden zahlreiche Leistungen zurückgenommen, die das Erreichen der Standardrente zur Illusion machen.

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Energiewende und Industriestandort Deutschland

14.08.2018

Die Industrie ist ein Eckpfeiler des wirtschaftlichen Erfolgs Deutschlands. Ihre Investitionstätigkeit ist im internationalen Vergleich zurzeit allerdings schwach. Befürchtet wird, dass die Kosten der Energiewende die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Attraktivität des Produktionsstandorts Deutschland einschränken. Die Antwort der Politik auf diesen vermeintlichen Zielkonflikt sind umfangreiche Ausnahmeregelungen, die zusätzliche Kosten für die deutsche Industrie verhindern sollen.

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Datenkapitalismus – eine ökonomische Betrachtung

16.07.2018

Daten bilden immer häufiger die Grundlage neuer Geschäftsmodelle und ihre effiziente Nutzung steigt ständig. Bereits am Markt etablierte Unternehmen stellt das vor neue Herausforderungen. Eine zunehmende Sensibilisierung der Verbraucher für einen achtsamen Umgang mit persönlichen Daten muss unterstützt werden. Die Autoren des aktuellen Zeitgesprächs diskutieren verschiedene Aspekte datengetriebener Geschäftsmodelle und ihre Auswirkungen.

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Regionale Konvergenz: Der ländliche Raum schlägt sich gut

14.06.2018

Trotz eines starken Urbanisierungstrends der Bevölkerung hat seit dem Jahr 2000 eine spürbare Konvergenz zwischen städtischen und ländlichen Regionen in Deutschland stattgefunden. Das liegt daran, dass die räumliche Konzentration der Bevölkerung durch die Wanderung in die Städte bislang aber nicht von einer vergleichbaren Zentralisierung der Wirtschaftsaktivität begleitet wurde, erläutert Klaus-Heiner Röhl vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. Der ländliche Raum konnte seinen Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) vielmehr konstant halten, sodass sein Rückstand je Einwohner gegenüber den Wirtschaftszentren schrumpft.

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Ein intelligentes städtisches Verkehrssystem

16.05.2018

Nicht zuletzt mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig Ende Februar 2018 zu Diesel-Fahrverboten hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Luftverschmutzung in Städten gerichtet. Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Zeitgesprächs diskutieren mögliche Alternativen, um die negativen Folgen der Verkehrsexpansion zu mindern. Eine Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Ausbau des Radverkehrs und eine bessere Vernetzung der Verkehrsmittel bieten sich an.

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Weltmärkte im Wandel – Nutzt Europa seine Chancen?

02.05.2018

Am 5. Dezember 2017 hat der Wirtschaftsdienst gemeinsam mit dem ifo Institut seine Jahreskonferenz in Berlin durchgeführt. Dazu ist jetzt das Sonderheft erschienen, dessen Beiträge alle frei zur Verfügung stehen.

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Musterfeststellungsklage könnte deutsche Käufer von Diesel-Pkw entschädigen

16.04.2018

Die Installation von Manipulationssoftware in Diesel-Pkw von Volkswagen führt in den USA und in Deutschland zu unterschiedlichen Konsequenzen. Die deutschen Käufer werden weniger oder gar nicht entschädigt, weil weder die staatliche Regulierung noch die privatrechtliche Haftung wirksam gegriffen haben. Jetzt besteht die Gefahr, dass ihre Ansprüche zum Jahresende verjähren. "In Ermangelung eines wirksamen Instruments zur Bündelung gleichgelagerter Interessen haben etwa 7000 Betroffene individuell VW verklagt. Hinzu kommen fast 40 000 Kläger, die über das Unternehmen myRight klagen, dessen Geschäftsmodell eine privatautonom gestaltete Sammelklage für Konsumenten ist", fassen Hans-Bernd Schäfer und Ben Fuhrmann in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst zusammen.

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Die deutsche Bildungsmisere und der Bundesstaat

14.03.2018

Deutschland leidet schon lange an einer Bildungsmisere. Das zeigen internationale Vergleichsdaten der OECD oder die PISA-Ergebnisse deutlich. "Ein Zusammenhang von Ausgaben und Ergebnissen ist schwerlich von der Hand zu weisen", betont Wolfgang Renzsch in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. In Deutschland tragen die Länder mit 71 % (2014) den Löwenanteil an den öffentlichen Gesamtausgaben für Bildung und Forschung – gemeinsam mit den Gemeinden sind es sogar 93 %. Auf den Bund entfallen lediglich 7 %.

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Forderungen nach flexibler Arbeitszeit

14.02.2018

Das Ergebnis der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie sieht weitere Flexibilisierungen der Arbeitszeit vor. Die Arbeitgeberseite kann für sich verbuchen, mehr Beschäftigte mit 40-Stunden-Verträgen einstellen zu können, und die Arbeitnehmerseite hat erreicht, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit für maximal 24 Monate auf bis zu 28 Wochenstunden reduzieren dürfen. Olaf Hübler erläutert in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, inwiefern eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten in den letzten Jahren bereits stattgefunden hat und weitere Schritte in diese Richtung daher nicht dringend geboten gewesen wären.

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Die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission

10.01.2018

Ende 2017 hat die EU-Kommission umfangreiche Vorschläge für die Weiterentwicklung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) vorgelegt. Ihnen zufolge sollen zukünftig der Posten eines Europäischen Finanzministers, mehrere Euro-Budgetlinien im EU-Haushalt und ein Europäischer Währungsfonds (EWF) geschaffen werden. Michael Hüther und Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln werfen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst einen kritischen Blick auf die Reformvorschläge.

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Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss

14.12.2017

"Leistungsbilanzungleichgewichte sind längst kein rein deutsches, sondern vielmehr ein globales Phänomen", stellen Bastian Alm und Sebastian Weins (derzeit Gastwissenschaftler an der University of California, Berkeley) im aktuellen Wirtschaftsdienst fest. Daher fordern sie mit Blick auf die WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires, dass die WTO globalen Leistungsbilanzungleichgewichten mehr Beachtung schenken und entsprechende Politikmaßnahmen vorantreiben sollte.

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Besteuerung der Gewinne von Google und Co.

14.11.2017

Im September 2017 hat sich erneut eine Debatte darüber entfacht, dass profitable Unternehmen der digitalen Wirtschaft wie Google, Facebook und Amazon in der Europäischen Union Geschäfte betreiben, aber kaum Steuern entrichten. Die Finanzminister Frankreichs, Italiens, Spaniens und Deutschlands haben nun eine Ausgleichsteuer auf Internetunternehmen vorgeschlagen. Ansatzpunkt für die Besteuerung soll der Umsatz des Unternehmens im jeweiligen Staat sein. Johannes Becker und Joachim Englisch von der Universität Münster analysieren diesen Vorschlag in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Digitalisierung im Gesundheitswesen

13.10.2017

Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den am wenigsten digitalisierten Branchen in Deutschland, aber auch hier nimmt die Digitalisierung an Fahrt auf. Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Zeitgesprächs im Wirtschaftsdienst sehen Chancen vor allem in einer besseren Vernetzung im Gesundheitssystem, aber auch darin, in unterversorgten Bereichen Routinebehandlungen elektronisch zu unterstützen. Die größten Probleme liegen beim Schutz der Patientendaten.

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Der deutsche Sportwettenmarkt: neue Ordnung, neues Glück?

14.09.2017

Der deutsche Sportwettenmarkt zeichnet sich durch eine relativ strenge Regulierung aus, die in der Praxis nicht unbedingt so gehandhabt wird, erläutern Luca Rebeggiani und Markus Breuer in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. "Faktisch liegt ein Versagen der bisherigen staatlichen Regulierung vor, die sich durch fragwürdige Marktzugangsbeschränkungen für private Anbieter bei gleichzeitiger Koexistenz legaler, 'halblegaler' und illegaler Anbieter zusammenfassen lässt." Der graue und schwarze Markt für Sportwetten nehmen 2015 mit 55% bzw. 41% einen überraschend großen Anteil ein. Da auf diesem Markt der Jugend- und Spielerschutz fehlt, resultieren daraus beträchtliche soziale Kosten.

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