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Inflation nach Corona: Sind die Sorgen berechtigt?

17.09.2021

Im August 2021 wird die deutsche Inflationsrate voraussichtlich auf 3,9 % steigen. Ein Teil davon dürfte einmaligen oder vorübergehenden Effekten geschuldet sein. Hierzu zählen in Deutschland vor allem die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung, die Ausweitung der CO2-Bepreisung sowie Preisanstiege durch die Knappheit von Rohstoffen und Vorprodukten. Dennoch mag es strukturelle Gründe für eine steigende Inflation geben. So werden zum Teil die lockere Geldpolitik und das neue Inflationsziel der EZB für höhere Inflationsrisiken verantwortlich gemacht. Außerdem führt die expansive Fiskalpolitik der neuen US-Administration zu höheren Preissteigerungsraten in den USA. Ob die Möglichkeit einer Lohn-Preis-Spirale besteht und ob die Inflationsmessung verbesserungsfähig ist, wird ebenfalls im Rahmen dieses Zeitgesprächs diskutiert.

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Pandemien – was kann man (ökonomisch) in Zukunft besser machen?

23.08.2021

Die COVID-19-Pandemie hat die Fragilität des Gesundheitssystems, der Gesellschaft und der Wirtschaft beim Auftreten von weltweiten Krisen deutlich gemacht. Um auf die nächste Krise besser vorbereitet zu sein, stellen sich gesundheitspolitische, wirtschaftliche, rechtliche, ethische und politische Fragen. Zu diesem Thema veranstaltete die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) am 29. Juni 2021 ein Symposium. Gibt es bessere Strategien für mehr Resilienz, Effektivität und Gerechtigkeit? Was kann man dem Markt überlassen, was ist Sache des Staates? Wie sortiert man Finanzierung, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsrechte innerhalb eines Landes und über die (europäischen) Ländergrenzen hinweg. Ausgewählte Beiträge zum Symposium werden hier zusammengefasst.

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Finanzpolitische Leitlinien: zwischen Bidenomics und Schuldenbremse

17.06.2021

Mit der bevorstehenden Bundestagswahl öffnet sich ein neues Möglichkeitsfenster für die Finanzpolitik in Deutschland. Vertreter:innen unterschiedlicher Parteien machen sich dafür stark, die Finanzpolitik neu auszurichten. Mit US-Präsident Biden ist es in den USA bereits zu neuen Weichenstellungen beispielsweise auf den Gebieten Klimapolitik und Steuerwettbewerb gekommen. Diese dürften direkte Auswirkungen auf die Politik in Europa haben. Dabei stellt sich die spannende Frage, welche Lehren aus der wirtschafts- und finanzpolitischen Neuausrichtung in den USA für die deutsche Wirtschaftspolitik gezogen werden können.

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Erderwärmung, Klimazoll und Klimaclub: Wie können die Paris-Ziele erfüllt werden?

19.05.2021

Der Klimawandel und die damit einhergehende Erderwärmung gehören zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden. Die Autor:innen diskutieren die in Deutschland und weltweit notwendigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen. Dabei kommt Strategien zur Implementierung einer gemeinsamen Klimapolitik speziell der Hauptemittenten Europa, China und USA eine besondere Bedeutung zu. Noch können die Paris-Ziele erreicht werden, wenn auf internationaler Ebene kooperiert wird und auf nationaler Ebene angemessene Langfriststrategien etabliert werden. Die aktuellen politischen Entwicklungen haben dafür ein Fenster geöffnet.

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Wirtschaftspolitik des Deutschen Reichs ab 1871 – Lehren für die heutige Zeit?

15.04.2021

Das Deutsche Reich feiert 2021 seinen 150. Geburtstag. Die Reichsgründung fiel in die zweite Phase der Industrialisierung, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann und sich zunehmend beschleunigte. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums widmen sich die Autoren bedeutenden wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen jener Zeit. Im Fokus stehen dabei institutionelle Errungenschaften, die erste Globalisierung, die Effekte von Investitionen in die öffentliche Infrastruktur wie Eisenbahnbau und Bildung sowie die Sozialversicherung und deren Einfluss auf den demografischen Wandel. Diese wirtschaftshistorischen Betrachtungen liefern nicht nur einen Erkenntnisgewinn zum Deutschen Reich, es können zudem Lehren für die heutige Zeit gezogen werden.

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Nachhaltiges Wachstum: Braucht Deutschland ein Investitionsprogramm?

12.03.2021

Der Wirtschaftseinbruch bedingt durch die Corona-Pandemie trifft in Deutschland auf einen Strukturwandel, der speziell durch die notwendige Digitalisierung und Dekarbonisierung sowie den demografischen Wandel getrieben ist. Einerseits wird kurzfristig durch das Corona-Konjunkturpaket und den EU-Aufbaufonds auf die Krise reagiert. Andererseits werden eine seit längerem existierende Investitionslücke sowie Hemmnisse hinsichtlich der Abrufung vorhandener Mittel bemängelt. Die Autor:innen diskutieren, welche fiskalischen Spielräume vorhanden sind, sowie auf welche Weise und in welche Bereiche öffentliche Investitionen in Deutschland getätigt werden müssten, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu ermöglichen.

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Perspektiven für die Haushaltspolitik der Europäischen Union

15.02.2021

Die Europäische Union hat mit „NextGenerationEU“ (NGEU) einen Fonds aufgelegt, um die wirtschaftliche Erholung ihrer Mitgliedstaaten während und nach der Corona-Pandemie zu unterstützen. Mit dem Fonds sollen die Kohäsion sowie der grüne und digitale Wandel in Europa befördert werden. Gleichzeitig hat die EU ihre Haushaltsmittel im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens 2021 bis 2027 nur leicht erhöht. Die finanzielle Unterstützung durch die EU wird positiv bewertet. Allerdings bleibt fraglich, wo die nationalen Prioritäten liegen und ob die gesteckten Ziele tatsächlich strukturelle Veränderungen im Sinne der EU ermöglichen. In jedem Fall verändert NGEU die Finanzarchitektur der EU, da der Fonds über gemeinsame Anleihen finanziert werden soll. Welche Folgen dies für die Struktur der EU-Finanzen langfristig haben kann und welche Reformansätze sinnvoll sind, ist Gegenstand der Debatte.

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Verteilungspolitische Herausforderungen der Corona-Krise

21.01.2021

Die Corona-Krise hat sich insbesondere auch auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Der Lockdown hat zu Arbeitsplatzverlusten geführt – allen voran in der Hotel-, Gastronomie- und Tourismusbranche. Ebenso sind bestimmte Branchen von Kurzarbeit betroffen. Das hat Folgen für die Einkommenssituation der betroffenen Haushalte. Es lässt sich zeigen, dass Haushalte mit bereits vor der Krise niedrigeren Einkommen in der Krise stärkere Einkommensverluste erleiden. Allerdings entfaltet das Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung mit Hilfsmaßnahmen durchaus seine Wirkung, um Arbeitsplätze zu stabilisieren und soziale Härten abzufedern. Davon profitieren Männer jedoch vergleichsweise stärker als Frauen.

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Die USA nach der Wahl

17.12.2020

Nachdem Joe Biden die Präsidentschaftswahlen in den USA für sich entscheiden konnte, stellt sich die Frage, wie sich die transatlantischen Beziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union zukünftig entwickeln werden. Das Verhältnis zwischen der US-Administration unter Donald Trump und der EU war durch gegenseitiges Misstrauen geprägt, das sich in verbalen Attacken und konkret in Strafzöllen ausgewirkt hat. Nun schlägt Joe Biden versöhnlichere Töne an, weshalb die EU auf einen Neustart nicht nur der transatlantischen Handelsbeziehungen hoffen darf. Die Autorinnen und Autoren analysieren, wie sich die USA in den Jahren der Trump-Administration wirtschaftlich und gesellschaftlich entwickelt haben und geben einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen und Potenziale der transatlantischen Beziehungen.

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Corona-Krise, Inflationsziel der EZB und Inflationsmessung

19.11.2020

Die EZB plant ebenso wie die US-amerikanische Federal Reserve, ihr Inflationsziel leicht auf 2 % anzuheben und dies im Durchschnitt mehrerer Jahre zu erreichen. Tatsächlich liegt die Inflationsrate aber trotz der sehr lockeren Geldpolitik deutlich unter 2 %. Werden die Maßnahmen gegen die Corona-Krise die Preissteigerung erhöhen? Während der Finanzkrise war es nicht dazu gekommen. Auch die derzeit erwartete Wirtschaftsentwicklung spricht nicht für hohe Preissteigerungen. Aber welche Rate sollte als Indikator für die „wahre“ Inflation gemessen werden? Sollten die Vermögenspreise berücksichtigt werden? Was spricht für den BIP-Deflator, was für den Konsumentenpreisindex? Wie ist eine hedonische Qualitätsbereinigung zu bewerten? Über diese Fragen diskutieren die Teilnehmer*innen des Zeitgesprächs.

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Zukunft des deutschen Wirtschaftsmodells

21.10.2020

30 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung – und unter dem Eindruck der akuten Corona-Krise – fand der siebte New Paradigm Workshop des Forum New Economy zur Zukunft des deutschen Modells vom 28. bis 30. September in Berlin statt. Renommierte deutsche und internationale Experten diskutierten die "Zukunft des deutschen Wirtschaftsmodells". Wie gut ist Deutschland noch auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet? Im aktuellen Zeitgespräch werden die auf dem Workshop präsentierten Studien vorgestellt, die mit Unterstützung des Forum New Economy erstellten wurden.

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Strukturwandel durch die Corona-Krise: Digitalisierung, Homeoffice und Online-Handel

22.09.2020

Die Corona-Krise hat einen Strukturwandel initiiert. Arbeiten im Homeoffice ist in vielen Branchen zum Standard avanciert, der Online-Handel hat einen starken Aufschwung zu verzeichnen und die Forderung nach einem zügigen Voranschreiten der Digitalisierung ganzer Wirtschaftsbereiche wird immer drängender. Was dies für die einzelnen Wirtschaftsbereiche bedeutet, welche infrastrukturellen Voraussetzungen erforderlich sind und wie die Arbeitsorganisation flexibilisiert werden müsste, darüber diskutieren Irene Bertschek, Niklas Garnadt, Stefan Genth, Johannes Gernandt, Monika Schnitzer, Thomas Steinwachs, Steffen Viete, Ralph Wiechers und Ole Wintermann im aktuellen Zeitgespräch.

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Verlorenes Glück – Zufriedenheitsverluste in der Corona-Krise

14.08.2020

Wenige Ereignisse haben eine so universelle Betroffenheit ausgelöst wie die COVID-19-Pandemie und die politischen Maßnahmen, die zu ihrer Eindämmung getroffen wurden. Neben der gesundheitlichen Gefährdung steht der massive Wirtschaftseinbruch und seine Folgen im Fokus. Damit einhergehende psychosoziale und gesellschaftliche Kosten finden dagegen bisher geringere Beachtung. In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst analysieren Michael Ahlheim, Stefan Bruckmeyer, Kai A. Konrad und Lisa Windsteiger jetzt den Verlust von Lebenszufriedenheit anhand der Frage nach dem subjektiven Wohlbefinden. Sie können zeigen, dass Verluste vor allem bei Selbständigen, insbesondere bei Solo-Selbständigen und Unternehmerinnen, deren Tätigkeit ohnehin mit größeren Unsicherheiten und einer geringeren sozialen Absicherung verbunden ist, auftreten.

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Konjunkturpolitik – post COVID-19

15.07.2020

Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Aufgrund der weltweiten Verbreitung sind Lieferketten gestört und der internationale Handel erheblich beeinträchtigt, was die exportabhängige deutsche Wirtschaft besonders stark trifft. Die Bundesregierung hat ein Programm zur Stützung der Wirtschaft aufgelegt.  Gabriel Felbermayr, Stefan Kooths, Marcel Fratzscher, Claus Michelsen, Lars P. Feld, Wolf Heinrich Reuter, Volker Wieland, Sebastian Gechert, Christoph Paetz, Achim Truger und Tom Krebs diskutieren im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst die Vor- und Nachteile des Konjunkturpakets.

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Die Europäische Union in der Corona-Krise

17.06.2020

Die Corona-Krise hat alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union getroffen – allerdings einige früher und härter als andere. Nun soll ein immens großer Rettungsschirm aufgespannt werden, über dessen Finanzierung, Konditionen und mögliche Auflagen die EU-Mitglieder noch streiten. Auch die Ebenen, auf der die Maßnahmen organisiert werden sollen, sind noch nicht ausbalanciert.

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Corona-Update

15.05.2020

Die Mai-Ausgabe des Wirtschaftsdienst ist aus aktuellem Anlass mit zahlreichen Artikeln zur Corona-Krise erschienen, von denen wir viele bereits online first veröffentlicht haben.

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Corona-Krise

20.04.2020

Die April-Ausgabe des Wirtschaftsdienst ist aus aktuellem Anlass mit zahlreichen Artikeln zur Corona-Krise erschienen, von denen wir viele bereits online first veröffentlicht haben.

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Coronavirus hält Weltkonjunktur in Atem

13.03.2020

Auf die Konjunktur wirken sich Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie oder Verhaltensänderungen der Konsumenten stärker aus, als Effekte, die durch ein reduziertes Arbeitsangebot durch Krankheit entstehen. So schreiben Klaus-Jürgen Gern und Philipp Hauber vom Institut für Weltwirtschaft im aktuellen Wirtschaftsdienst: "Dass die wirtschaftlichen Konsequenzen der Epidemie dieses Mal erheblich größer sind, liegt allerdings weniger an der größeren Zahl der Infektionen und Todesfälle. Wichtiger ist, dass die Behörden in China wesentlich drastischer reagierten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen." Infolge der globalen Ausbreitung der Epidemie werden weltweit vorbeugende Maßnahmen ergriffen, die die wirtschaftliche Aktivität weiter bremsen. Dies betreffe insbesondere den Dienstleistungssektor und die Tourismusbranche.

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Wachsende Ungleichheit lässt Ökonomen kalt

17.02.2020

Christoph Butterwegge von der Universität zu Köln beschreibt die wachsende Ungleichheit als das Kardinalproblem unserer Gesellschaft, wenn nicht der gesamten Menschheit. "Für Jahrhunderte wurde die sozioökonomische Ungleichheit als naturgegeben oder gottgewollt hingenommen und selten hinterfragt", schreibt Butterwegge.

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Niedrigzinsen – Ursachen und Wirkungen

20.01.2020

Die Niedrigzinspolitik der EZB wird von vielen Seiten kritisiert: Kleinsparer und Banken würden leiden, Unternehmen könnten verfehlte Geschäftsmodelle langfristig aufrechterhalten (Zombifizierung), durch Ausweichreaktionen entstünden Blasen auf Immobilienmärkten und an der Börse. In der Europäischen Union werden häufig der Stabilitätspakt und die damit gebremste Kapitalnachfrage der Staaten für die Niedrigzinsen verantwortlich gemacht. Vieles spricht aber dafür, dass das Phänomen global ist. Clemens Fuest, Timo Wollmershäuser, Marcel Fratzscher, Alexander Kriwoluzky, Gerhard Illing, Ulrike Neyer und Carl-Christian von Weizsäcker analysieren die Ursachen und Wirkungen der Niedrigzinsen im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst.

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Klimapolitik: Wind, Wohnen, Verkehr

13.12.2019

Die negativen Folgen des Klimawandels sind wissenschaftlich erwiesen. Der weitere Ausstoß von klimaschädlichen Gasen muss dringend stärker unterbunden werden. Das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist aber zu wenig ambitioniert, um tatsächlich das von der Klimakonferenz in Paris avisierte Ziel, die Klimaerwärmung auf 1,5º C zu begrenzen, erreichen zu können. Die Autorinnen und Autoren untersuchen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst für die Bereiche Windkraft, Wohngebäude, Luft- und Straßenverkehr, welche Maßnahmen erforderlich sind und wie die gesetzten Ziele effizienter erreicht werden können.

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Antizyklischer Kapitalpuffer aktiviert – zu spät, zu wenig und dennoch richtig

13.11.2019

In Deutschland wurde im Mai 2019 erstmals der antizyklische Eigenkapitalpuffer für Banken aktiviert. Dieses makroprudenzielle Instrument der Bankenaufsicht kann EU-weit eingesetzt werden und damit die Mindestanforderungen steigern. Die Eigenkapitalanforderungen wurden allerdings nur um den Mindestschritt von 0,25 Prozentpunkten erhöht. "Da die allermeisten Kreditinstitute mit ihrem Kapital deutlich über den Mindestanforderungen liegen, ist davon auszugehen, dass sie gar nicht oder nur marginal reagieren müssen", erläutern Horst Gischer, Bernhard Herz und Lukas Menkhoff in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Rettung für das europäische Zertifikatesystem

17.10.2019

Die Europäische Kommission hat sich das Ziel, eines klimaneutralen Europas bis 2050, gesetzt. Dies zu erreichen, bedarf einer effizienten Umsetzung. Ein Ansatzpunkt ist das europäische Zertifikatesystem (EU-ETS). "Ausgeschlossen ist jedoch, dass mit diesem Ansatz das umweltpolitische Ziel der CO2-Neutralität 2050 erreicht und gehalten werden kann", betont Frank P. Maier-Rigaud in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst. Das bestehende System verfüge mit der Carbon-Leakage-Liste über viele Ausnahmen für große Industrieunternehmen. Zudem sei der Handel mit den Emissionsrechten ein unnötig komplexes System, das mit einer Ausdehnung auf den Transportsektor und die privaten Haushalte an seine Grenzen stoße.

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Wohnen in der Stadt: Wege zur Lösung eines Knappheitsproblems

12.09.2019

Die Lage am Wohnungsmarkt in Großstädten spitzt sich zu, sodass zunehmend Maßnahmen gefordert sind, um das Angebot an bezahlbarem Wohnraum auszuweiten. Ralph Henger, Claus Michelsen, Carsten Kühl, Carolin Wandzik und Lukas Tockner analysieren die Lage und diskutieren Wege zur Lösung des Knappheitsproblems im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst.

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Garantiesicherung – zweifelhafte Vision zur Überwindung von Hartz IV

14.08.2019

Hartz IV könnte einem Vorschlag der Grünen zufolge durch ein garantiertes Einkommen ersetzt werden. Diese sogenannte Garantiesicherung soll dabei höher als das derzeitige Arbeitslosengeld II ausfallen, nach Einkommen, Vermögen und Bedarf gewährt werden, wäre ansonsten aber bedingungslos und nicht sanktionierbar. Georg Cremer (ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes) analysiert diesen Vorschlag in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Hybride Erwerbsformen: Geschlechter- und branchenspezifische Unterschiede

16.07.2019

Immer häufiger treten auf dem Arbeitsmarkt hybride Erwerbsformen auf, d. h. Arbeitnehmer sind gleichzeitig abhängig beschäftigt und selbstständig. Gründe für die Hybridisierung können auf den Wunsch nach zeitlicher Flexibilität oder auf die Perspektive am Arbeitsmarkt zurückgeführt werden. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland knapp 850 000 Hybrid-Erwerbstätige. Dies entspricht einem Anteil von 2,1 % der arbeitenden Bevölkerung, erläutert Julia Gruber vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Nach der Europawahl 2019: mehr Europa oder weniger?

19.06.2019

Bemerkenswert bei der Wahl zum Europäischen Parlament Ende Mai 2019 waren insbesondere eine gestiegene Wahlbeteiligung, die Verluste der großen Volksparteien sowie das Ausbleiben des befürchteten Rechtsrucks durch europaskeptische und populistische Parteien. Gabriel Felbermayr, Nicolai von Ondarza, Daniel Gros, Andrew Watt und Mario Pianta analysieren im Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst die Wahlergebnisse und geben einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen für die EU.

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Tempolimits und Grenzwerte: für eine evidenzbasierte verkehrspolitische Debatte

15.05.2019

In der Diskussion um städtische Luftverschmutzung und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen besteht ein Mangel an evidenzbasierten Argumenten, was die Debatte immer wieder blockiert. Wolfgang Habla, Vera Huwe und Martin Kesternich vom ZEW in Mannheim betonen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst, dass bei der Beurteilung von Grenzwerten bzw. angedachten Maßnahmen wie Tempolimits kausale Wirkungszusammenhänge differenziert betrachtet und kommuniziert werden sollten.

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