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Hybride Erwerbsformen: Geschlechter- und branchenspezifische Unterschiede

Pressemitteilung

16.07.2019

Immer häufiger treten auf dem Arbeitsmarkt hybride Erwerbsformen auf, d. h. Arbeitnehmer sind gleichzeitig abhängig beschäftigt und selbstständig. Gründe für die Hybridisierung können auf den Wunsch nach zeitlicher Flexibilität oder auf die Perspektive am Arbeitsmarkt zurückgeführt werden. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland knapp 850 000 Hybrid-Erwerbstätige. Dies entspricht einem Anteil von 2,1 % der arbeitenden Bevölkerung, erläutert Julia Gruber vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

Seit 2011 hat sich die Zahl der hybrid Erwerbstätigen um fast 5 % erhöht, die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt stieg im gleichen Zeitraum "nur" um 2,7 %. Der Frauenanteil in der Erwerbsgruppe mit hybrider Beschäftigung liegt 2015 bei ca. 40 %. Besonders viele hybrid Erwerbstätige gibt es im Handel und im Dienstleistungssektor. Die meisten der Hybrid-Soloselbstständigen arbeiten in freiberuflichen und wissenschaftlichen Dienstleistungen mit einem Anteil von 19 %, gefolgt von Erziehung und Unterricht mit einem Anteil von 13 %. In den übrigen Branchen sind jeweils weniger als 10 % der Hybrid-Soloselbstständigen tätig, erläutert Gruber.

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