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Wachsende Ungleichheit lässt Ökonomen kalt

Pressemitteilung

17.02.2020

Christoph Butterwegge von der Universität zu Köln beschreibt die wachsende Ungleichheit als das Kardinalproblem unserer Gesellschaft, wenn nicht der gesamten Menschheit. "Für Jahrhunderte wurde die sozioökonomische Ungleichheit als naturgegeben oder gottgewollt hingenommen und selten hinterfragt", schreibt Butterwegge.

Auch später sah der ökonomische Mainstream  die zunehmende Ungleichheit als eine "notwendige Voraussetzung eines produktiven Wirtschafts- und Gesellschaftssystems bzw. eine Triebkraft des wissenschaftlich-technischen Erkenntnisfortschritts". Wirtschaftliche und soziale Ungleichheit gilt bei vielen Ökonomen als normal.

Abschließend betont Butterwegge für die Gegenwart: "Nur an der Oberfläche sind die Bürger demokratischer Staaten gleich, sei es bezüglich ihrer Rechte und politischen Einflussmöglichkeiten oder bezüglich ihrer Bildungs- und sozialen Aufstiegschancen. Schaut man genauer hin, entdeckt man krasse Formen der Ungleichheit, die sich nach wie vor in Klassen und Schichten materialisiert."

 

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