„Wir sind wieder in eine Phase wilder Schwankungen des Kriegsglücks eingetreten“, schrieb die Times, als die ersten entscheidenden Siege gegen Italien erfochten waren. Für solche Stimmungen und Entwicklungen sind heute die Wertpapierbörsen nicht mehr die geeigneten Barometer; eher schon die Devisenmärkte, die denn auch in der Berichtswoche unerhörte Schwankungen aufwiesen. Es wurde in Stockholm umgesetzt:
Tabelle 1
Devisenkurse in Stockholm
| - | 31. Okt. | 6. Nov. | 9. Nov. | 10. Nov. |
| Berlin | 34.75 | 33.— | 36.— | 46.— |
| London | 11.55 | 11.20 | 11.75 | 13.— |
| Paris | 49.55 | 38.75 | 40.50 | 45.50 |
| Wien | 21.50 | 21.— | 22.50 | 27.— |
Die Kurse der Mittelmächte sind also an einem einzigen Tage um 25 % gestiegen – wahrscheinlich auf das Gerücht von dem Bevorstehen eines Waffenstillstandes an der östlichen Front. Es wiederholt sich hier, was sich schon im vorigen Dezember anläßlich der Friedensaktionen der Mittelmächte und Nordamerikas ereignet hatte in größerem Maßstab. Die Ursachen sind klar: Man sieht in den neutralen Ländern eine scharfe Aufwärtsbewegung der Mark bei der ersten Annäherung an den Friedenszustand voraus und geht spekulative Engagements ein, um von dieser Bewegung zu profitieren. Auch die feindlichen Valuten zeigen erhebliche Besserungen. Daß diese sich in bescheideneren Grenzen halten, ist nicht etwa auf geringere Sympathien, sondern auf den Umstand zurückzuführen, daß der Markkurs bisher besonders stark unter „imponderablen“ Einflüssen gelitten hatte. Im übrigen ist zu beachten, daß es sich um schmale Märkte handelt und daß die internationale Arbitrage fast vollständig ausgeschaltet ist. Die Bewegung ist bald rückläufig geworden. Aber noch am 12. hielt sich die Mark auf 43, das Pfund Sterling auf 12.50. In Kopenhagen hob sich der Kurs der Mark vom 9. zum 10. November von 44 auf 48, der österreichischen Krone von 23 auf 30, des Pfund Sterling von 14.10 auf 14.50, des Dollar von 305 auf 315. Am 12. war diese Kursbewegung fast ganz rückgängig geworden. In Zürich dagegen, wo der Markkurs noch am 8. auf 61.50 gestanden hatte, konnte er sich am 12. noch fast auf der Höhe halten, die er am Tage vorher erklommen hatte (10.: 64, 11.: 63.50). London bewegte sich dort von 21.10 über 21.40 auf 21.30. Italien beharrte seltsamerweise auf 55. In Amsterdam war am 12. die Mark noch höher als am Vortage: 33.075 gegen 32.775, während die feindlichen Devisen leicht abgeschwächt waren. Man wird sich davor hüten müssen, aus diesen Vorgängen einen anderen Schluß zu ziehen, als daß der Devisenmarkt heute der desorganisierteste aller Märkte ist, daß aber die Mark in keinem Fall, wie es die feindliche Presse glauben machen möchte, eigentlich nur noch Chancen der Entwertung hätte. Der Tiefstand der Mark beruht vielmehr darauf, daß die ungünstigen Momente der gegenwärtigen deutschen Zahlungsbilanz durch psychologische Momente, von denen später zu reden sein wird, maßlos übersteigert worden sind.
Bei der Reichsbank verminderte sich der Wechselbestand nach dem Ausweis vom 7. November um 222 Mill. auf 11 515 Mill., das Lombardkonto um 5 Mill. auf 8 Mill., der Effektenbestand um 6 Mill. auf 110 Mill. Der Posten Sonstige Aktiva nahm dagegen 49 Mill. zu; er beträgt nunmehr 1697 Mill. Die Verringerung der Anlagen führte zu einer Verringerung der Depositen um 157 Mill. auf 5529 Mill. Der Notenumlauf stieg um 3 Mill. auf 10 404 Mill. Der Metallbestand erhöhte sich fast ausschließlich durch Silberzuflüsse um 4 Mill. auf 2523 Mill. Im Vorjahr war die Bewegung in der ersten Novemberwoche erheblich geringer gewesen. Der Rückgang des Wechselportefeuille hatte damals nur 82 Mill. M. betragen. Der Notenumlauf aber war um 14 Mill. zurückgegangen.
Die Darlehnskassen haben diesmal 1,3 Mill. Kredite gewährt. In den Verkehr gesetzt wurden 11,3 Mill. Darlehnskassenscheine, von denen 10 Mill. den Beständen der Reichsbank entnommen wurden. Im Vorjahr waren 44,4 Mill. Darlehnskassenscheine in Verkehr gesetzt. Auf die Kriegsanleihe waren bis zum 7. Nov. eingezahlt 10 856 Mill. (+ 386 Mill.), gleich 87,1 % des bisher bekannt gewordenen Anleiheergebnisses. Die von den Darlehnskassen für die 7. Anleihe gewährten Darlehn haben sich um 10,2 auf 124,5 Mill. verringert.
Die Zahl der Zeichner wird mit 5,2 Mill. (bei der sechsten 6,8 Mill.) angegeben. Davon entfallen 3,2 Mill. auf Zeichnungen bis 200 M, 4,5 Mill. auf Zeichnungen bis 1000 M. Die Zeichnungen über 100 000 M. erbrachten zusammen 6,3 Milliarden.
Die Regierungsvorlage über die Kriegsgewinnsteuer der Österreich-Ungarischen Bank sieht für die ersten 29 Monate des Krieges eine Zahlung von 100 Mill. an Österreich und 50 Mill. Kronen an Ungarn vor.
Bei der österreichischen Postsparkasse wurden im Oktober im Sparverkehr 13,1 Mill. Kronen eingelegt und 9,3 zurückgezahlt. Es ergab sich also eine Steigerung der Einlagen um 3,8 Mill. Bei der Ersten österreichischen Sparkasse betrug die Vermehrung 5,3 Mill., bei 20 deutsch-böhmischen Sparkassen 20 Mill. Kr.
Nach der Zeichnungseinladung auf die 7. ungarische Kriegsanleihe beträgt der Zeichnungspreis für die 6%ige Staatenrentenanleihe 96,10, für die 5 1/2 %ige 91,25. Der Zeichnungstermin wurde auf die Zeit vom 15. November bis einschließlich 14. Dezember festgesetzt.
Die Bank von England weist am 8. November einen Rückgang des Wechselbestandes um 1,7 auf 91,2 Mill. £ auf. Dementsprechend verringerten sich die Privatguthaben um 1,3 auf 121 Mill. £, das Staatsguthaben um 0,3 auf 43,5 Mill. £. Notenumlauf und Barvorrat blieben fast unverändert bei 42,4 und 56,2 Mill. £.
Auf die National-Kriegsbonds sind in der letzten Oktoberwoche nur 13,9 Mill. £ gezeichnet worden. Der Gesamtertrag im Oktober ist 70,2 Mill. £. Dagegen stieg in der Berichtswoche der Absatz von Schatzwechseln von 63 auf 85,1 Mill. £ und erreichte damit einen Rekord. Allerdings erforderten Prolongationen davon allein 63,4 £, so daß nur 21,7 Mill. £ neues Geld dem Schatzamt zuflossen. Aus den Nationalkriegsbonds-Zeichnungen sind dem Schatzamt in der Rechnungswoche 17,8 Mill. zugeflossen; aus anderen Krediten 14,2 Mill. £, 6 Mill. £ sind auf Budgetkonto geliehen, 900 000 £ stammen aus dem Verkauf von War Savings Certificates. Die ordentlichen Einnahmen stiegen auf 9 703 376 £, von denen 4 336 000 £ aus der Kriegsgewinnsteuer stammen. Die Gesamteinnahme betrug 133 460 332 £. Die Ausgaben beliefen sich auf 52 159 619 £. Das Guthaben des Schatzamtes bei der Bank erhöhte sich um 1 411 713 £ auf 21 880 843 £.
Bei der Einbringung der letzten Kriegskreditvorlage gab Bonar Law im Unterhaus eine Darstellung der englischen Finanzlage, deren Quintessenz in folgenden Zahlenreihen enthalten ist:
Durchschnittliche tägliche Ausgaben:
Tabelle 2
Englische Ausgaben und Zunahme
| - | £ |
| 22 Juli bis zum 29. September | 6 414 000 |
| Vorhergehender Zeitabschnitt von 78 Tagen | 6 494 000 |
| Erste Hälfte 1917/18 | 6 648 000 |
| Budget-Voranschlag | 5 411 000 |
| Zunahme gegen Voranschlag | 1 237 000 |
| Von der Zunahme sind wiedereinbringlich: | - |
| Anleihen an Alliierte und Besitzungen | 61 500 000 |
| Vorschüsse an Besitzungen (nicht Anleihen) | 24 000 000 |
| Zahlungen des Kriegsamts für Waren für die Alliierten | 3 500 000 |
| Einkäufe an Rohmaterialien, Nahrungsmitteln und Schiffen | 74 500 000 |
| Endergebnis: | - |
| Mehrausgaben gegen Voranschlag | 222 500 000 |
| Wiedereinbringliche Ausgaben | 179 000 000 |
| wirkliche Zunahme | 43 500 000 |
| Wirkliche tägliche Zunahme | 239 000 |
| Staatsschuld: | - |
| Gegenwärtige Höhe | 5 000 000 000 |
| Vorschüsse an die Alliierten | 1 100 000 000 |
| Vorschüsse an Besitzungen | 160 000 000 |
| Teil einer Schenkung der indischen Regierung | 66 000 000 |
| Schuld bei Kriegsbeginn | 645 000 000 |
| Anwachsen der Schuld infolge des Krieges | 3 000 000 000 |
Die schwebende Schuld wurde in der Debatte auf 985 720 000 £ Schatzwechsel und 210 664 000 £ zeitweilige Vorschüsse angegeben.
Bonar Law fügte hinzu, daß in der zweiten Hälfte des Budgetjahres eine weitere Steigerung der dauernden Ausgaben bevorsteht. Allein die Festsetzung des Brotpreises auf 9 d und die Erhöhung der Seemannslöhne bedingen Mehrausgaben in Höhe von 40—50 Mill. £. In der Kritik von Bonar Laws Zahlen wird selbst von der Times geltend gemacht, daß die Trennung von dauernden und zeitweiligen Ausgaben fragwürdig sei. Von den „zeitweiligen“ wurden einige nur sehr langsam und andere vermutlich überhaupt nicht wieder eingebracht werden. Es muß übrigens bemerkt werden, daß Bonar Laws Vergleiche sich nicht auf die Gesamtausgaben, sondern nur auf die Ausgaben aus Kriegskrediten beziehen. Die Gesamtausgabe ist nicht 5 411 000 £, sondern 6 275 000 £.
Die französische Finanzverwaltung gibt die Einnahmen der indirekten Steuern und Monopole (impôts indirects et monopoles) im September bekannt. Sie betrugen 337 838 400 Frs.
Nachstehende Tabelle gibt die Einnahmen aus den verschiedenen Steuerkategorien an, im Vergleich mit den Einnahmen eines „normalen“ Jahres – für das gesamte Steuergebiet und vor der Einführung der neuen Steuern. Es ergibt sich, im Vergleich mit den Einnahmen des September eines normalen Jahres, eine Zunahme von 41 196 200 Frs., und im Vergleich mit September 1916 eine Abnahme von 8 502 500 Frs.
Tabelle 3
Ertrag aus Steuern und indirekten Steuern (in Frs.)
| - | Einnahmen 1917 | gegen Normalertrag | gegen Sept. 1916 |
| Eintragungsgebühren | 50 853 000 | - 1 283 000 | + 8 920 000 |
| Stempel | 15 474 500 | - 4 230 500 | + 4 954 500 |
| Börsenumsätze | 244 500 | - 1 092 500 | + 51 500 |
| Effekten | 7 153 500 | + 1 166 000 | + 3 005 500 |
| Zölle | 99 466 000 | + 43 350 000 | - 45 228 000 |
| Indirekte Abgaben | 47 915 000 | - 8 200 700 | + 5 498 000 |
| Kolonialwaren und Kaffeesurrogate | 4 489 000 | + 4 429 000 | + 4 489 000 |
| Salze | 2 595 000 | - 368 000 | + 11 000 |
| Zucker | 16 268 000 | - 1 925 000 | - 4 342 000 |
| Monopole: | - | - | - |
| Indirekte Abgaben | 60 189 000 | + 8 924 000 | + 8 880 000 |
| Post | 22 631 500 | - 789 300 | + 3 026 400 |
| Telegraphie | 6 430 700 | + 1 810 000 | + 1 458 500 |
| Telefon | 4 035 900 | - 1 455 500 | + 761 300 |
| Ertrag aus verschiedenen Betrieben (Amtsblättern) | 74 800 | + 2 700 | + 11 800 |
| insgesamt | 337 838 400 | + 41 196 200 | - 8 502 500 |
Differenz in den ersten 9 Monaten: + 576 703 300 + 765 439 800
Das wichtigste Moment im vergangenen Monat ist der Rückgang der Zollerträge. Der Prozentsatz des Mehrertrags der Zolleinnahmen hat sich von 43 % im Juni im Vergleich mit 1916 auf 1 % und 3 % während der Monate Juli und August vermindert. Die fallende Tendenz hat sich noch während des Monats September, dessen Ertrag ein Defizit von 28 % gegen 1916 aufweist, verschärft. Die Verminderung der Einfuhr muß zum guten Teil der neuen Verordnung, die die Einfuhrerlaubnisse einschränkt, zugeschrieben werden.
Der Ausgabepreis der neuen Anleihe beträgt nicht 68,88, wie später irrtümlich angegeben, sondern 68,60. Die englische Regierung genehmigte die Auflegung eines Teilbetrages in England. Die Pariser Börse hat die Ankündigung der Einzelheiten der Emission mit unverhohlener Enttäuschung aufgenommen.
Zwischen Frankreich und der Bank von Spanien ist ein Abkommen über Erleichterungen abgeschlossen worden, die Frankreich bei der Beschaffung von Guthaben in spanischer Währung mit Hilfe verpfändeter spanischer Wertpapiere gewährt werden sollen.
Wie in jeder finanziellen Krisis taucht wieder der Gedanke auf, das Papiergeld durch verzinsliche Schatzscheine zu ersetzen, die mit gesetzlicher Zahlkraft ausgestattet sind. Die „Information“ wendet sich gegen den Plan, 5prozentige Schatzscheine mit vierjähriger Laufzeit zu schaffen und als gesetzliches Zahlungsmittel zuzulassen. Es sei bedenklich, die schwebende Schuld, die schon fast 20 Milliarden erreicht habe, um weitere 10—15 Milliarden zu erhöhen. Es würde unmöglich sein, die neue Geldart zum „Nennwert“ im Verkehr zu halten, denn der Wert dieser Scheine müßte von dem allgemeinen, jeweils herrschenden Zinsfuß abhängig werden. Es sei überdies wahrscheinlich, daß die Ausgabe solcher Scheine gar keinen Rückgang des Papiergeldumlaufs bewirken würde.
Die italienischen Kriegskosten wurden in der Kammer bis Ende Oktober auf 30 Mill. Lire geschätzt.
Die Ausgaben für Heer und Marine im Monat Juli 17 betrugen gegen 1914 (in Mill. Lire):
Tabelle 4
Italienische Ausgaben Juli 1917
| - | 1914 | 1917 | Steigerung |
| Heer | 76,2 | 743,8 | + 667,6 |
| Marine | 20,5 | 25,7 | + 5,2 |
| Zusammen | 96,7 | 769,5 | + 672,8 |
Die Gesamtausgaben für die ersten Kriegsjahre Italiens sind in dem Economista vom 2. September folgendermaßen angeführt (in Mill. Lire):
Tabelle 5
Gesamtausgaben Italien
| - | Heer | Marine | Insgesamt |
| Kriegsvorbereitungen | 1 618,8 | 159,3 | 1 778,1 |
| Juni 1915 | 311,4 | 5,1 | 316,5 |
| Juli 15/Juni 16 | 6 956,9 | 346,7 | 7 303,6 |
| Juli 16/Juni 17 | 11 885,9 | 406,9 | 12 292,8 |
| Juli 1917 | 667,6 | 5,2 | 672,8 |
| Zusammen | 21 440,6 | 923,2 | 22 363,8 |
Die Gesamtzahlen bis Ende August werden dagegen mit 27 Milliarden 363 Mill. angegeben (Ausgaben für Heer, Marine, Waffen und Munition, ohne Spezifikation) also ebenfalls wesentlich höher.
Die Neugründungen und Kapitalsvermehrungen von Aktiengesellschaften betrugen im ersten Halbjahr 1917 123 Gründungen und 135 Kapitalvermehrungen, die zusammen 516 310 610 Lire erforderten. An Liquidationen und Kapitalsherabsetzungen wurden 46 499 868 gezählt, so daß 469 810 742 Lire neu angelegt wurden. Außerdem wurden Obligationen in Höhe von 137 450 000 Lire ausgegeben, so daß eine Gesamtanlage von 607 260 742 Lire stattfand.
Die Gesamtneuanlagen von Juli 1914 bis Juli 1917 werden angegeben auf:
- Gründungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 450 438 380 Lire
- Kapitalserhöhungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 982 021 600 Lire
- Zusammen 1 432 459 980 Lire
- Abzüglich Liquidationen und Kapitalherabsetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 370 219 940 Lire
- Mehranlagen 1 062 240 040 Lire
Hauptsächlich sind es Banken, elektrische Anlagen, Eisenindustrie und Transportgesellschaften, die die großen Zahlen liefern. Im zweiten Semester 1916 waren bei der Eisenindustrie allein 122 1/2 Mill. Neuanlagen, bei den elektrischen Anlagen in diesem ersten Halbjahr 1917 108 Mill. Die Hauptvermehrung des Kapitals betrug von Juli 1916 bis Juni 1917 141 Mill. Lire.
Silbergeld ist in Italien aus dem Verkehr gezogen, damit es nicht bei dem schlechten italienischen Kurse ins Ausland wandert. Auch will man die Thesaurierung von Silbergeld verhindern.
Die letzten amtlichen Meldungen über die nordamerikanische Freiheitsanleihe sprechen von einem Endergebnis von 4 617 532 000 $.
Der Gesamtbetrag der von der Regierung der Vereinigten Staaten den Verbündeten gewählten Kredite wird Ende Oktober auf 2901,4 Mill. $ angegeben. Nach einer Meldung der „Information“ vom 6. November war damals die Summe bereits auf 3586 Mill. $ gestiegen.
Die Zusammensetzung des Geldumlaufs der Vereinigten Staaten am 1. September 1917 im Vergleich mit dem 1. September des Vorjahres und dem Zeitpunkt des Weltkriegsausbruchs, ist aus folgenden Zusammenstellungen ersichtlich (in Mill. $):
Tabelle 6
Geldumlauf USA
| - | 1. Aug. 1914 | 1. Sept. 1916 | 1. Sept. 1917 |
| Goldmünzen und Barren | 632 332 | 629 821 | 754 004 |
| Silberdollars | 69 982 | 67 591 | 72 541 |
| Silb. Scheidemünzen | 160 129 | 172 086 | 197 148 |
| Goldzertifikate | 974 387 | 1 466 226 | 1 639 301 |
| Silberzertifikate | 474 661 | 482 007 | 473 468 |
| Schatznoten v. 1890 | 2 420 | 2 080 | 1 946 |
| Staatspapiergeld | 337 004 | 342 195 | 339 936 |
| Nationalbanknoten | 716 514 | 712 866 | 696 818 |
| Bundes-Reserve-Banknoten | - | 191 987 | 607 992 |
| 3 367 369 | 4 066 859 | 4 783 154 |
Da die Bevölkerung der Vereinigten Staaten am 1. September 1917 auf 104 431 Einwohner geschätzt wurde, beträgt gegenwärtig der Geldumlauf auf den Kopf der Bevölkerung 45,80 $. Am 1. August 1914 betrug der Satz 35,33 $.
K. S.