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Leitartikel

Schuldenbremse: kein gutes Vorbild für Europa

Die Finanzpolitik muss im Euro-Raum wichtiger werden, fordert Achim Truger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, im aktuellen Leitartikel des Wirtschaftsdienst. Eine europäische Sparpolitik nach dem Vorbild der deutschen Schuldenbremse würde in einer Rezession jedoch die wirtschaftliche Stabilität Europas und Deutschlands gefährden.

Wirtschaftsdienst exklusiv

Zeitarbeit geht zurück

In der Juni-Ausgabe des Wirtschaftsdienst befassen sich Christian Hutter, Sabine Klinger und Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit der Frage, warum seit Ende 2017 die Anzahl der Zeitarbeiter sinkt. Gründe für diese Entwicklung sind vor allem die Neufassung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie die schwächelnde Konjunktur. Lesen Sie jetzt die Zusammenfassung.

Grafik des Monats

Beschäftigungseffekte von Unternehmensinsolvenzen

Daniel Fackler zeigt im Beitrag „Unternehmensinsolvenzen: Welche Folgen haben sie für Arbeitnehmer?“, dass die Beschäftigungswahrscheinlichkeit für Arbeitnehmer auch 5 Jahre nach dem Jobverlust durch Insolvenz noch vermindert ist. In der Grafik ist jeweils der Unterschied zwischen betroffenen Arbeitnehmern und der Kontrollgruppe dargestellt; die Differenz ist 5 Jahre vor der Insolvenz auf Null normiert.

Exklusiv

Revolutionäre MMT?

Die Modern Monetary Theory (MMT) hat in jüngster Zeit einige Beachtung gefunden. Fürsprecher der MMT, die ihre Wurzeln im Postkeynesianismus hat, rechtfertigen damit unter anderem exzessive Staatsausgaben, um Vollbeschäftigung zu erreichen. Dabei vernachlässigen sie aber eine Reihe theoretischer und praktischer Probleme, meinen Hanno Beck und Aloys Prinz. Die beiden Ökonomen gehen in der Juni-Ausgabe des Wirtschaftsdienst der Frage nach, wie revolutionär sie tatsächlich ist. Lesen Sie jetzt die Zusammenfassung.

Vorschau

Wirtschaftsdienst 7/2019

Zeitgespräch: Autoindustrie – auf dem richtigen Weg?      

Torben Stühmeier: Produktivitätsunterschiede zwischen Unternehmen

Ökonomische Trends: Hybride Erwerbsformen (Julia Gruber)

Braunkohleregionen

Hilft viel auch viel?

Bis 2038 will Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigen. Um wirtschaftliche Verwerfungen in den Braunkohleregionen abzumildern, will die Bundesregierung bis 2038 insgesamt 40 Mrd. Euro. Positiv an dem vorgelegten Eckpunktepapier ist, dass der Bund sich ein Mitspracherecht bei den von ihm zu finanzierenden Maßnahmen vorbehält und in den meisten Fällen auch einen Finanzierungsbeitrag der Länder einfordert, kommentiert Joachim Ragnitz ifo Dresden.

Wirtschaftsdienst-Zeitreise

Regierung oder Verwaltung?

Zur wirtschaftlichen Bedeutung der Bonner Verfassung (1949)

Wie der Herterbericht sagt, hat es Demokratie noch in keinem Land gegeben, dessen wirtschaftliche Entfaltung verhindert wurde. Da von freier Entfaltung der westdeutschen Wirtschaft vorerst nicht die Rede ist, wird gefragt, ob nicht die westdeutsche Staatsgründung verfrüht sei, ob ihr nicht die Gewährung der wirtschaftlichen Souveränität vorhergehen müsse?