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Leitartikel

Die EU: Welthandelsmacht mit Schönheitsfehlern

Europa sieht sich gerne als Vorreiter offener Märkte und als Verteidiger der WTO. Dabei stimmt die Realität nicht immer mit den Sonntagsreden überein. So existieren immer noch hohe Zollspitzen. Bei Industrieprodukten gibt es immer noch teilweise hohe Zölle: so bei Autos (10 %) und Kleinlastwagen (15 %), um nur Güter aus dem Bereich der Fahrzeugindustrie zu nennen. Und der europäische Agrarprotektionismus macht Entwicklungsländern zu schaffen, weil sie zwar Rohprodukte zollfrei nach Europa exportieren können, auf verarbeitete Lebensmittel aber mit teils erheblichen Barrieren tarifärer und nicht-tarifärer Art zu kämpfen haben, erläutert Gabriel Felbermayr vom ifo Institut im Leitartikel.

Grafik des Monats

Nettoeinkommen einer Alleinerziehenden mit zwei Kindern

Christian Breuer plädiert für ein Grundeinkommen für Kinder, welches den kleineren und mittleren Einkommen und Familien zugute kommen soll.

Download der Woche

Datenkapitalismus

Im Datenkapitalismus sind neue Kommunikationsunternehmen entstanden, deren Angebot als "umsonst" erscheint. Ihr Geschäftsmodell basiert darauf, dass die Nutzer (Kunden) ihre Daten preisgeben und dafür entweder ein nachgefragtes Gut (Kommunikation, Medien, Waren und Dienstleistungen) ohne oder für geringere monetäre Zahlungen erhalten. Wie die Unternehmen die Daten verwenden, wissen die Nutzer in der Regel nicht, auch der pekuniäre Wert ihrer Daten lässt sich nicht einfach ermitteln. Ganz wichtig sind also mehr Transparenz und Kontrolle.

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Dossier

Folgen des Diesel-Skandals

Ende Februar 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht Leipzig Diesel-Fahrverbote möglich gemacht. Schon zuvor war eine Diskussion über verkehrsbedingte Umweltprobleme und verbraucherrechtliche Maßnahmen im Diesel-Skandal in Gang gekommen. Unsere Autorinnen und Autoren betrachten unterschiedliche Aspekte.

EU-Arbeitslosenversicherung

EU muss Sozialunion werden!

Arbeitslosenversicherungen sind effiziente automatische Stabilisatoren. Sie wirken nicht nur schnell, sondern auch zielgenau. In einer Wirtschaftskrise wird die Kaufkraft ohne Zeitverzögerungen durch Zahlung des Arbeitslosengelds stabilisiert und zwar genau in den Regionen und sogar Stadtteilen, in denen die Arbeitslosigkeit stark ansteigt.

Empirische Analyse

Einkommensschwache Personen in Deutschland


Wie hat sich ihr Anteil entwickelt? Er hat zugenommen genau wie ihre Einkommen. Abhängig von der sozialen Gruppe zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede, die Karl Brenke in seinem Aufsatz im Juni-Heft darstellt.

Vorschau

Wirtschaftsdienst 8/2018

Zeitgespräch: Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite – Finanzmärkte stabil?

Jürgen Blazejczak, Dietmar Edler, Martin Gornig, Claudia Kemfert: Energiewende für die Modernisierung des Industriestandorts Deutschland nutzen

Ökonomische Trends: Trend zu längeren Pendeldistanzen (Peter Haller)