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Zeitgespräch

Verteilungspolitische Herausforderungen von Corona

Die Corona-Krise hat sich auch auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Der Lockdown hat zu Arbeitsplatzverlusten geführt – allen voran in der Hotel-, Gastronomie- und Tourismusbranche. Ebenso sind bestimmte Branchen von Kurzarbeit betroffen. Das hat Folgen für die Einkommenssituation der betroffenen Haushalte. Es lässt sich zeigen, dass Haushalte mit bereits vor der Krise niedrigeren Einkommen in der Krise stärkere Einkommensverluste erleiden. Allerdings entfaltet das Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung mit Hilfsmaßnahmen durchaus seine Wirkung, um Arbeitsplätze zu stabilisieren und soziale Härten abzufedern. Davon profitieren Männer jedoch vergleichsweise stärker als Frauen.

Staatsverschuldung

Rückkehr zur Goldenen Regel

Die Corona-Krise hat die öffentliche Neuverschuldung explodieren lassen, weshalb die deutsche Schuldenbremse und die europäischen Fiskalregeln aktuell ausgesetzt sind. Ihre absehbare Wiedereinführung wird im Lichte der lang anhaltenden Niedrigzinsphase zunehmend kritisch diskutiert. Das unabhängige European Fiscal Board (2020) bei der Europäischen Kommission fordert eine Vereinfachung der Fiskalregeln, wobei man sich an einem Schuldenziel orientieren und Investitionen schützen sollte. Der Leitartikel von Christian Breuer.

Grafik des Monats

Veränderung der Haushaltseinkommen durch Corona

Dezile nach Verteilung der Nettoäquivalenzeinkommen 2019, Veränderungen gegenüber 2019 in %
Die Grafik zeigt, dass die Einkommensverluste in der Bevölkerung breit verteilt sind. Die Markteinkommen sind im Krisenjahr durchschnittlich um 6 % zurückgegangen. Näheres im Artikel von Martin Beznoska, Judith Niehues und Maximilian Stockhausen.

COVID-19-Impfstrategie

Wie geeignet ist Free to Choose?

Die Rückkehr zur „echten“ Normalität und inwieweit sich das im Jahr 2020 laut World Economic Outlook des IWF um -4,4 % zurückgehende globale BIP erholen wird, hängt von der Impfbereitschaft der Bevölkerung ab, schreibt Edoardo Beretta.

Brexit

EU muss eigene Interessen wahren

Der Brexit hat seine eigene politische Logik nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch und vor allem in der EU. In einer Situation, in der sich das Vereinigte Königreich immer mehr aus der europäischen Integration herausgehalten hat, bildet der Brexit den Höhepunkt. Ein Kommentar von Annette Bongardt und Francisco Torres.