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Zeitgespräch

Wirtschaftspolitische Perspektiven für eine neue Bundesregierung

Vom 25. bis 27. Mai fand der achte New Paradigm Workshop des Forum New Economy statt. Unter dem Titel „Future of the German model II – Perspectives for the next government“ wurden verschiedene Herausforderungen diskutiert, die die deutsche Politik in der kommenden Legislaturperiode beschäftigen werden. Im aktuellen Heft werden Einblicke in neue Forschung auf den Gebieten Fiskalpolitik, Populismusforschung, Finanzmarktregulierung, Verteilungs- sowie Klimapolitik gewährt.

Zum Zeitgespräch

Leitartikel

Nützt die Schuldenbremse kommenden Generationen?

Die Schuldenbremse sei im Interesse der kommenden Generationen, argumentieren Befürworter. Sie verhindere, dass Mehrheiten überwiegend älterer Wählergruppen eine Politik durchsetzen, die ihnen ermöglicht, sich zulasten künftiger Steuerzahlender zu bereichern. Womöglich entspricht die Schuldenbremse in ihrer aktuellen Form aber gar nicht den Interessen der kommenden Generation. Der Leitartikel von Christian Breuer.

Deutsche Bahn

Streckenreaktivierung Trendwende?

Die DB AG hat angekündigt, in den kommenden Jahren 20 Bahnstrecken reaktiveren zu wollen. Diese Ankündigung wurde in den Medien als „Trendwende“ bezeichnet. Bei nüchterner Betrachtung der Fakten ist der Begriff der „Trendwende“ irreführend. Bereits seit 20 Jahren werden in Deutschland Strecken reaktiviert, in den letzten zehn Jahren wurden 55 km Strecke stillgelegt und 524 km reaktiviert. Ein Kommentar von Christian Böttger.

ZBW — Open Science

Online first

Decentralised Finance

Volker Brühl erläutert die Grundlagen und Anwendungsfelder dezentraler Finanzdienstleistungen mit Kryptowerten, die mittelfristig die gesamte Architektur des Finanzsektors verändern könnten.

Finanzplanung

Die Krise hat Konjunktur

Der Stabilitätsrat hat im Juni 2021 die deutsche Finanzplanung diskutiert. Im Zuge der Corona-Krise ist aufgrund der außergewöhnlichen Notsituation nach Art. 115 Abs. 2 Satz 6 GG die öffentliche Verschuldung stark ausgeweitet worden. Unter dem Eindruck der Fortdauer der Epidemie gilt die Notsituation auch für 2021. Entsprechend setzt der Staat 2021 massiv öffentliche Mittel zur Bekämpfung der Epidemie und zur Stabilisierung der Wirtschaft ein. Das ist nachvollziehbar und ökonomisch sinnvoll. Ein Kommentar von Thiess Büttner.

Grafik des Monats

Mangel an Rohstoffen im Verarbeitenden Gewerbe

Quellen: Europäische Kommission

Anteil der Unternehmen die angeben, dass ihre Produktion durch einen Mangel an Rohstoffen oder Vorleistungen behindert wird. Mehr dazu im Konjunkturschlaglicht "Lieferengpässe behindern Produktion" von Joscha Beckmann und Nils Jannsen.