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Dieser Beitrag ist Teil von In Regionen denken: Ideen für prosperierende ländliche Räume

In einer deutschen Kohleausstiegsregion, der brandenburgischen Lausitz, findet ein politisches Experiment statt: die strategische Entwicklung einer kleinen, ländlichen Randregion durch außergewöhnlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Wissenschaft. Für die brandenburgische Lausitz sind bis 2038 rund 6 Mrd. Euro an öffentlichen Mitteln für Investitionen in Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und einen Wissenschaftspark bewilligt worden. Es wird sich zeigen, ob die Lausitz eine Blaupause für den wissenschaftsgetriebenen Strukturwandel wird.

Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit findet derzeit in einer deutschen Kohleregion ein spannendes politisches Experiment statt: die gezielte Entwicklung einer peripheren Region durch außergewöhnlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Wissenschaft. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das im Jahr 2020 in Kraft getretene Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG), das den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen rund 41 Mrd. Euro an Finanzhilfen bereitstellt. Davon entfallen etwa 11 Mrd. Euro (einschließlich der Mittel aus dem europäischen Just Transition Fund) auf die brandenburgische Lausitz. In einem deutschlandweit einzigartigen Prozess haben sich die wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger dafür entschieden, einen großen Teil der Mittel in den Bereich Forschung und Innovation zu investieren. Bis 2038 sollen Finanzhilfen in Höhe von rund 6 Mrd. Euro in Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und einen Science Park in der brandenburgischen Lausitz fließen. Eine solche Summe ist europaweit einzigartig und wirft unweigerlich die Frage auf: Ist dieses Geld gut angelegt?

Theoretische Einordnung

Ausgaben für Wissenschaft beeinflussen die regionale Wirtschaftsentwicklung über mehrere Kanäle: Sie stimulieren die regionale Nachfrage durch das Einkommen von Wissenschaftler:innen und Studierenden, ermöglichen Investitionen in wissenschaftliche Infrastrukturen und tragen zur Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte bei. Zudem generieren sie wirtschaftlich verwertbares Wissen und fördern den Wissenstransfer in die Praxis, insbesondere durch Kooperationen mit Unternehmen. Die Literatur unterscheidet zwischen kurzfristigen Nachfrageeffekten, die direkt über das Personal von Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie über die Beschaffungs- und Bautätigkeit entstehen, und langfristigen Angebotseffekten, die die Ausstattung der Region mit Produktionsfaktoren (wie Fachkräften, Technologien und Wissen) verbessern. Während erstere sofortige Wirkungen entfalten, wirken letztere mit einem längeren Zeithorizont nachhaltiger und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Zu den kurzfristigen Nachfrageeffekten: De facto sind die beträchtlichen Ausgaben für die Wissenschaft zusammen mit vielen anderen Maßnahmen im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) ein umfangreiches regionales Konjunkturprogramm. Laut Schätzungen von Berger et al. (2025) beläuft sich der regionale Nachfrageeffekt auf rund 7,3 Mrd. Euro – ein erheblicher fiskalpolitischer Impuls für eine Region, deren Bruttoinlandsprodukt bei etwa 23 Mrd. Euro (im Jahr 2022) liegt (VGRdL, 2024). Aufgrund begrenzter Kapazitäten wird die regionale Wirtschaft diesen starken Nachfrageimpuls nur teilweise bedienen können. Es ist jedoch weder wirtschaftlich noch sinnvoll, in kurzfristig stark expandierenden Sektoren wie dem Baugewerbe dauerhafte Kapazitäten aufzubauen, die nach 2038, wenn die Finanzhilfen ausgelaufen sind, womöglich nicht mehr benötigt werden und dann die Region vor neue strukturelle Probleme stellen.

Noch bedeutsamer ist jedoch die Frage, ob dieser wirtschaftspolitische Ansatz geeignet ist, die Produktivität, die Produktentwicklung und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region mittel- bis langfristig spürbar zu steigern. Gerade in diesen Bereichen sind viele ostdeutsche Regionen nach wie vor vergleichsweise schwach aufgestellt und sehen sich mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert, die nicht allein durch kurzfristige Maßnahmen überwunden werden können.

Auf nationaler Ebene ist der positive Zusammenhang zwischen Wissenschaftsausgaben und Wirtschaftswachstum gut belegt (Aghion & Howitt, 1992, 2006). Auf regionaler Ebene zeigen Studien jedoch unterschiedliche Befunde. Valero und van Reenen (2019) sowie Südekum (2025) zeigen empirisch, dass die Stärkung regionaler Hochschulen langfristiges Wachstum fördern kann. Skeptischere Ergebnisse finden sich bei Brown (2016) und Bonaccorsi (2017), die betonen, dass Wissenschaftsausgaben ohne passende regionale Unternehmenspartner oft keine Wirkung entfalten.

Das regionale Innovationssystem in Lausitz

Zur Erklärung der unterschiedlichen empirischen Befunde eignet sich das Konzept des regionalen Innovationssystems (RIS). Dieses umfasst alle Akteure und Institutionen, die an der Entwicklung und Vermarktung neuer Technologien in einer Region beteiligt sind (Fritsch, 2013). Es besteht typischerweise aus zwei Subsystemen: der Wissensanwendung (vor allem durch regionale Unternehmen) und der Wissensgenerierung und -verbreitung (z. B. durch Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Gründerzentren) (Trippl et al., 2016). Die Leistungsfähigkeit eines RIS hängt nicht nur von der regionalen Akteurslandschaft, sondern auch von externen Verbindungen, institutionellen Rahmenbedingungen sowie der regionalen Ressourcenbasis ab. Entscheidend für die Innovationskraft ist eine kritische Masse an Akteuren, eine hohe organisatorische Dichte und die Qualität der beteiligten Institutionen (Fritsch, 2013). In der regionalökonomischen Literatur herrscht Konsens darüber, dass starke RIS Wettbewerbsvorteile bieten. Regionen mit schwachen RIS, wozu die brandenburgische Lausitz zählt (Pomp, 2024), sind hingegen häufig durch geringes Wachstum und niedrige Innovationskraft gekennzeichnet.

Periphere Regionen wie die Lausitz leiden häufiger unter Pfadabhängigkeiten, fehlenden Forschungseinrichtungen sowie einer schwachen inneren sowie äußeren Vernetzung (Trippl et al., 2016). Einige Befunde illustrieren die Schwäche des regionalen Innovationssystems (für ein umfangreiches Zahlenmaterial hierzu siehe Berger et al., 2025):

  • Die internen FuE-Aufwendungen in Brandenburg liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Besonders auffällig ist der niedrige Anteil privater FuE-Ausgaben, während der öffentliche Sektor den Großteil trägt. Auch die Zahl der FuE-Beschäftigten pro Einwohner ist deutlich geringer als in den Vergleichsregionen. Hinzukommen rückläufige Studierendenzahlen, wodurch die langfristige Fachkräftebasis geschwächt wird (Berger et al., 2024).
  • Bei Patentanmeldungen pro Einwohner weist die Lausitz weiterhin einen Rückstand gegenüber dem Bundesdurchschnitt auf. Zwar hat sich dieser in den letzten Jahren leicht verringert, dies ist jedoch hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die bundesweiten Anmeldungen stärker zurückgegangen sind. Ebenso zeigen sich geringere Drittmitteleinnahmen pro akademischem Mitarbeiter, was auf eine begrenzte Wettbewerbsfähigkeit bei der Forschungsfinanzierung hindeutet.
  • Die Analyse geförderter FuE-Verbundprojekte zeigt, dass der Anteil regionaler Wirtschaftspartner ähnlich hoch ist wie in Vergleichsregionen. Die Intensität der Zusammenarbeit bleibt allerdings deutlich geringer, was die Effektivität des Wissenstransfers einschränkt.

Der Transfer von Wissen in die unternehmerische Praxis scheitert häufig an Barrieren wie fehlender Passfähigkeit zwischen Forschungs- und Wirtschaftsfeldern (Boschma & Gianelle, 2014), fehlenden Anreizen in der Wissenschaft (Kempton, 2015, 2019), unterschiedlichen Innovationsmodi (Isaksen & Trippl, 2016), geringer Absorptionsfähigkeit der Unternehmen (Cohen & Levinthal, 1990), schwachem Unternehmergeist (Marques et al., 2019; Fritsch & Wyrwich, 2014) oder unzureichenden kritischen Massen (Bonaccorsi et al., 2006). Diese Problemlage wird in der Literatur oft als Innovationsparadox adressiert. Regionen, die einen kräftigen Innovationsschub besonders dringend benötigen, tun sich auch besonders schwer damit, wissenschaftliche Erkenntnisse in erfolgreiche Geschäftsmodelle umzusetzen.

Der neue Weg

Die Akteure der brandenburgischen Lausitz haben sich entschieden, den Strukturwandel mit einem starken Fokus auf die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Wissenschaft zu gestalten. Wie eingangs bereits dargelegt, sind mit Stand April 2025 Ausgaben in Höhe von rund 6 Mrd. Euro für diesen Sektor vorgesehen. Die Mittel konzentrieren sich – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – vor allem auf die kreisfreie Stadt Cottbus, das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region (Brachert et al., 2025).

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die bisher bewilligten Maßnahmen im Förderbereich „Infrastrukturen für FuE, Wissenstransfers, Aus- und Weiterbildung“ in der brandenburgischen Lausitz. In die Auswertung wurden nur Projekte mit einem Zuwendungsvolumen von mehr als 10 Mio. Euro einbezogen. An erster Stelle steht die Gründung der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT). Diese neue Einrichtung, die fast zwei Drittel der bewilligten Mittel ausmacht, ist ein Novum im deutschen Gesundheitswesen, da sie nicht als klassische medizinische Universität konzipiert ist, sondern den Schwerpunkt auf Gesundheitssystemforschung legt. An zweiter Stelle folgen Projekte für außeruniversitäre Forschungsinstitute wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer-Gesellschaft und die Leibniz-Gemeinschaft. Diese Institute sind vor allem in Cottbus angesiedelt und erhöhen dort die Zahl der FuE-Beschäftigten. Das drittgrößte Vorhaben ist das Power-to-X-Kompetenzzentrum mit Demonstrationsanlage. Hier soll Know-how für die Dekarbonisierung des interkontinentalen Verkehrs (Luftfahrt, Schifffahrt) und der chemischen Industrie bereitgestellt werden, indem synthetische Kohlenwasserstoffe aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Dieses Zentrum gehört zur Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) Bundesgesellschaft.

Tabelle 1
Ausgewählte Investitionen in die Wissenschaft der brandenburgischen Lausitz (Arm 1 und Arm 2)
Projekt Summe5
(in Mio. Euro)
Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT)1 3.700,02
Außeruniversitäre Forschung, davon 669,3
DLR3 565,9
Fraunhofer 64,1
Leibniz 39,4
Power-to-X-Kompetenzzentrum inklusive Demonstrationsanlagen 573,6
BTU, davon 340,4
BTU CS, chesco 238,0
BTU CS, EIZ 102,4
Ressortforschung (BfS, RKI, BBSR, BGR) 309
Lausitz Science Park (LSP) 58,0
Sonstige Fördermaßnahmen, davon 328,5
Projektförderung 307,4
STARK4 21,1
Summe 5.978,8

1 MWFK Brandenburg (2024). 2 einschließlich der Landesmittel. 3 DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse und DLR-Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe & Erschließung. 4 Datenstand 30.04.2024, primäre Förderkategorie 2, ausschließlich Projekte mit einzigem Antragsteller aus Brandenburg. 5 Datenstand, wenn nicht anders angegeben, 15.04.2025.

Quellen: Projektlisten Arm 1 & Arm 2 der Staatskanzlei des Landes Brandenburg; Projektlisten des STARK Bundesprogramms.

An der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU CS) werden zwei große Projekte gefördert: das Energieinnovationszentrum (EIZ) und das Center for Hybrid Electric Systems Cottbus (chesco). Darüber hinaus fließen umfangreiche Mittel in die Ansiedlung und den Ausbau von Ressortforschungseinrichtungen an Bundesbehörden. Ein wichtiger Bestandteil des neuen Ansatzes ist der Lausitz Science Park (LSP), der am Standort Cottbus Flächen für Erweiterungen von Universität und Instituten sowie für Ausgründungen und innovative Unternehmensansiedlungen bereitstellen soll. Die übrigen Finanzhilfen entfallen auf verschiedene Programme der Projektförderung, darunter das STARK-Bundesprogramm.

Offensichtlich wird hier nicht gekleckert, sondern geklotzt. Das unterscheidet das Vorgehen deutlich von vielen anderen vergleichbaren Versuchen in der Europäischen Union. Die Konzentration der Mittel auf die Stadt Cottbus, verbunden mit dem Versuch, in einigen Bereichen kritische Massen zu erreichen, dürfte auch über die Lausitz hinaus von Interesse sein. Kritische Massen können entstehen in Schlüsselbereichen wie der Gesundheitssystemforschung, dem emissionsarmen Fliegen, der Energietechnik und der Sensortechnik. Ebenfalls bedeutsam sind Hochtemperaturwärmepumpen, Speichertechnologien sowie anwendungsorientierte Mikroelektronik und -sensorik. Der geplante Lausitz Science Park bietet für diese Entwicklungen einen Rahmen. Er soll nicht nur als Standort für diese neuen Institute dienen, sondern auch gezielt Ausgründungen und die Ansiedlung technologieorientierter Unternehmen fördern. Diese sollen durch die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen, kostengünstige Grundstücke und unternehmensnahe Serviceleistungen ein passendes Habitat finden.

Die Kooperation mit dem Wissenschaftspark in Adlershof im Rahmen eines sogenannten Innovationskorridors, der von Berlin bis nach Cottbus reicht, signalisiert, dass groß gedacht wird und Cottbus Teil des Berliner Innovationsökosystems werden soll. Eine weitere direkte Folge der beschriebenen Investitionsoffensive in Forschung und Entwicklung sowie Wissenschaft wird der deutliche Anstieg wissenschaftlicher Beschäftigung im öffentlichen Sektor sein – eine Verdopplung der entsprechenden Stellen gilt als realistisch (Berger et al., 2024, 2025). Die Verdopplung des wissenschaftlichen Personals schafft zusätzliche Schnittstellen für den Technologietransfer und damit auch einen Mehrwert für KMU und Handwerk.

Ein entscheidendes Hemmnis für die angestrebte Entwicklung ist die demografische Entwicklung. Der Engpass an qualifizierten Arbeitskräften ist in der brandenburgischen Lausitz aufgrund der demografischen Entwicklung besonders stark spürbar (Berger et al., 2024). Ohne Zuwanderung von in- und ausländischen Arbeitskräften einerseits und die weitere Aktivierung interner Arbeitsmarktreserven andererseits dürfte die angestrebte Entwicklung nicht nachhaltig sein. Das Problem wird durch den Ausbau geeigneter Infrastrukturen (Verkehrsverbindungen, Stadtentwicklung und Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge) adressiert. Ob dies ausreicht und rechtzeitig erfolgt, bleibt abzuwarten.

Insgesamt stehen die Chancen nicht schlecht, dass das skizzierte Innovationsparadox in der brandenburgischen Lausitz überwunden werden kann. Dafür sprechen a) die bewusste räumliche Fokussierung auf Cottbus, wodurch kritische Massen entstehen, die auch für Akteure außerhalb der Region attraktiv sind, b) das ungewöhnlich hohe Finanzvolumen, das in die Wissenschaft investiert wird, c) der lange Gestaltungszeitraum bis 2038, d) die steigende Zahl an Schnittstellen für Wissens- und Technologietransfer, e) der starke Anwendungsbezug der in die Region kommenden wissenschaftlichen Einrichtungen sowie f) die geografische Nähe zu Berlin, die Cottbus als Standort zusätzlich aufwertet. Ob die brandenburgische Lausitz damit zu einem Modellfall für einen wissenschaftsgetriebenen Strukturwandel wird, ist jedoch eine Frage, die erst die kommenden Jahre beantworten können.

Literatur

Aghion, P. & Howitt, P. (1992). A Model of Growth through Creative Destruction. Econometrica, 60, 323–352.

Aghion, P. & Howitt, P. (2006). Joseph Schumpeter Lecture: Appropriate Growth Policy: A Unifying Framework. Journal of the European Economic Association, 4(2-3), 269–314.

Berger, W., Markwardt, G., Rettig, J., Schnellenbach, J., Titze, M. & Zundel, S. (2024). Policy Brief: Engpass Arbeitsmarkt?! Chance und Risiko für den Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz. BTU Cottbus-Senftenberg und IWH Halle.

Berger, W., Markwardt, G., Rettig, J., Schnellenbach, J., Titze, M. & Zundel, S. (2025). Die (neue) Rolle der Wissenschaft für den Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz. BTU Cottbus-Senftenberg und IWH Halle.

Bonaccorsi, A. (2017). Addressing the disenchantment: universities and regional development in peripheral regions. Journal of Economic Policy Reform, 20(4), 293–320.

Bonaccorsi, A., Daraio, C. & Léopold, S. (2006). Advanced indicators of productivity of universities: An application of robust nonparametric methods to Italian data. Scientometrics, 66(2), 389–410.

Boschma, R. & Gianelle, C. (2014). Regional Branching and Smart Specialisation Policy. JRC Rechnical Reports, S3 Policy Brief Series, Nr. 06/2014.

Brachert, M., Heinisch, K., Holtemöller, O., Kirsch, F., Neumann, U., Rothgang, M., Schmidt, T., Schult, C., Solms, A. & Titze, M. (2025). Begleitende Evaluierung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms. Zweiter Zwischenbericht vom 31.10.2024, IWH Studies, 1/2025.

Brown, R. (2016). Mission impossible? Entrepreneurial universities and peripheral regional innovation systems. Industry and Innovation, 23(2), 189–205.

Cohen, W. & Levinthal, D. (1990). Absorptive Capacity: A New Perspective on Learning and Innovation. Administrative Science Quarterly, 35, 128–152.

Fritsch, M. (2013). Das regionale Innovationssystem. In P. Pasternack (Hrsg.), Regional gekoppelte Hochschulen. Die Potenziale von Forschung und Lehre für demografisch herausgeforderte Regionen (HoF-Handreichungen, 2.2013, S. 15–18).

Fritsch, M. & Wyrwich, M. (2014). The Effect of Regional Entrepreneurship Culture on Economic Development – Evidence for Germany. Jena Economics Research Papers, 2014-014.

Isaksen, A. & Trippl, M. (2016). Exogenously Led and Policy-Supported New Path Development in Peripheral Regions: Analytical and Synthetic Routes. Economic Geography, 93(5), 436–457.

Kempton, L. (2015). Delivering smart specialization in peripheral regions: the role of Universities, Regional Studies. Regional Science, 2(1), 489–496.

Kempton, L. (2019). Wishful thinking? Towards a more realistic role for universities in regional innovation policy. European Planning Studies, 27(11), 2248–2265.

Marques, P., Morgan, K., Healy, A. & Vallance, P. (2019). Spaces of Novelty: Can Universities Play a Catalytic Role in Less Developed Regions? Science and Public Policy, 46(5), 763–771.

Pomp, C. (2024). The Regional Innovation System and Smart Specialisation in the “energy region” Lusatia. List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik, 49, 45–68.

Südekum, J. (2025). Place-based policies – How to do them and why. Global Challenges & Regional Science, 1, 100003.

Trippl, M., Asheim, B. & Miörner, J. (2016). Identification of Regions with Less-Developed Research and Innovation Systems. In M. D. Parrilli, R. Dahl Fitjar & A. Rodriguez-Pose (Hrsg.), Innovation drivers and regional innovation strategies. Routledge.

Valero, A. & van Reenen, J. (2019). The economic impact of universities: Evidence from across the globe. Economics of Education Review, 68, 53–67.

VGRdL – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder. (2024). Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1992 und 1994 bis 2022. Statistische Ämter der Länder.

Title:Lusatia’s Next Chapter: Science as a Catalyst for the Region’s Renewal

Abstract:An exciting political experiment is currently taking place in a region that is phasing out coal in Germany, largely unnoticed by the general public: the strategic development of a small, rural peripheral region through exceptionally high investment in research, development and science. Approximately six billion euro of public funding has been approved for the Lusatia region in the state of Brandenburg for investment in universities, non-university research facilities and a science park by 2038. Such a sum is unique in Europe and inevitably raises the question: is this money well spent? Time will tell whether the Lusatia region will become a blueprint for science-driven structural change. The chances, however, look good.

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© Der/die Autor:in 2025

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DOI: 10.2478/wd-2025-0108

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